home architektur Im Gewächshaus forschen
Architektur
30.05.2017 - Für ein Forschungsinstitut auf dem Campus der Universität Barcelona wurden Holzkuben um vier Atrien gruppiert und bilden eine geschlossene Einheit.

Im fünften Geschoss versorgen experimentelle Gewächshäuser die Nutzer mit selbstgezogenen Pflanzen. (Fotocredit: Adria Goula)

Das Forschungsinstitut beschäftigt sich mit Umweltwissenschaften - die Anforderungen an die Nachhaltigkeit des neuen Gebäudes waren also dementsprechend hoch. Im neuen Gebäude der Universität wurden Vorlesungsräume, Büros und Labors auf fünf Geschossen untergebracht. Parkflächen und Lagerräume befinden sich unter der Erde. Die Architekten Harquitectes und Dataae gruppierten hölzerne, gedämmte Kuben um vier Atrien, die als Pufferzone dienen.

Die heißen, feuchten Sommer in Katalonien und die hohen Wärmelasten, die in den hochtechnologisierten Räumen anfallen, erforderten eine gut durchdachte Lüftungsstrategie. Ein kostengünstiges industrialisiertes Gewächshaussystem umhüllt den gesamten Gebäudekomplex und bietet mit öffenbaren Polycarbonatplatten vielseitige Möglichkeiten der Belüftung. Im Sommer steigt die erwärmte Luft in der Fassade auf und entweicht anschließend über die Dachklappen. In einem Hohlraumboden unter dem Gebäude wird gleichzeitig die von außen nachströmende Luft vorgekühlt und in die Atrien geleitet. Im Winter bleiben die Fassadenklappen geschlossen und die Luft hinter den Kunststoffplatten erwärmt die Höfe und die Bürokuben.

Mit ihren dicken Deckenplatte erreicht die Stahlbetonkonstruktion eine hohe thermische Masse. Große Rohre in der Plattenmitte reduzieren das Eigengewicht der Platten und verteilen die temperierte Luft über Erdsonden.

Quelle: Detail

Kommentar schreiben

Zum Newsletter anmelden

Messekalender

Vergessen Sie keine Fachmesse mehr. Wir bieten Ihnen die wichtigsten Termine der Holzbauszene in einem übersichtlichen Kalender. Buchen Sie jetzt Ihren Werbeplatz! mehr Info
holz Kalender web

Videotipp der Redaktion

Vorarlberg setzt auf die heimische Ressource Holz. Architektur, Ökologie & gutes Handwerk bilden dabei die Formel zum Erfolg.

Zitat der Woche

„Holz hat eindeutig den Vorteil ganzjährig montiert werden zu können.“
Rupert Burgschwaiger, Geschäftsführer Holzbau Burgschwaiger
hm0717 Covereb_schriftzug
Die Themen im Heft 07-2017
  • Wenn Ästhetik und Statik  Hand in Hand gehen, können wir nur staunen.
  • Das teuerste heimische Holz ist anspruchsvoll. Vielleicht ist Nussholz auch gerade deshalb so beliebt in der Möbelindustrie?
  • Personalrochaden des letzten Jahres kurz und knapp zusammengefasst.
  • Was ist öko? Ein kurzer Überblick über Norm, Zertifikate und Gütesiegel.
star_banner