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06.06.2017 - Die österreichische Holzindustrie schloss das vergangene Jahr mit einem Produktionswert von 7,44 Mrd. Euro ab.

Österreichische Säge-, Bau- und Möbelindustrie verzeichnete 2016 eine deutliche Produktionssteigerung. (Bildquelle: Starmühler)

Das entspricht etwa dem Wert des Vorjahres. Die Bereiche Bau (+8,7% zu 2015) und Möbel (+8,8%) konnten 2016 eine beachtliche Produktionssteigerung verzeichnen. Im Holzbau (inkl. der Fenster-, Türen- und Parkettindustrie und dem Gewerbe) wurden 2,58 Mrd. Euro erwirtschaftet. Die 50 Unternehmen der Möbelindustrie waren ebenfalls gut ausgelastet, ein Produktionswert von 1,99 Mrd. Euro war das erfreuliche Ergebnis. Davon konnte auch die Plattenindustrie profitieren.
„Auch die Schnittholzproduktion konnte 2016 um 5,3% auf 9,2 Mio. m3 bei einem Produktionswertplus von 3,1% zulegen“, freute sich Dr. Erich Wiesner, Obmann des Fachverbandes der Holzindustrie Österreichs (FVHI) bei der Jahrespressekonferenz am 1. Juni in Wien.

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Die Grafik des Institutes für Holzbau und Holztechnologie, Graz, zeigt die dynamische Entwicklung von Brettsperrholz. Der Fachverband bestätigte, dass die zunehmende Nachfrage heuer bereits zu Lieferengpässen geführt hat. (Bildquelle: proHolz Austria)

Besonders punkten konnten die heimischen Säger beim Export von Nadelschnittholz in Italien (erste Exportsteigerung seit mehreren Jahren), der Levante und Deutschland. „Die österreichische Holzindustrie profitiert dabei auch vom Konjunkturwachstum in Deutschland, wo die Hausbaubeginne im Vorjahr ein Allzeithoch erreichten und der Hauptverband des Deutschen Bauindustrie (HDB) vor Kurzem seine Umsatzprognose für den Bau für 2017 mit plus 6% (Wohnbau +7,5%) bezifferte“, verwies Mag. Herbert Jöbstl, Vorsitzender der österreichischen Sägeindustrie. „Von der Konjunktur und dem wachsenden Wohnbau konnte auch die Plattenindustrie profitieren“ ergänzte Dr. Erlfried Taurer, Sprecher der Plattenindustrie.

Die Holzbauindustrie wuchs beim Produktionswert auf 2,58 Mrd. Euro (+8,7%) – speziell bei vorgefertigten Häusern aus Vollholzprodukten (534 Mio. Euro; +2,4%) sowie verklebten Bauteilen wie Brettschichtholz und Brettsperrholz (745 Mio. Euro; +25,3%). Gerade die Prognose der weltweiten Brettsperrholzproduktion (sh. Grafik) zeigt weiterhin steil nach oben. Österreich hat hier mit 65% Marktanteil eine weltweit dominierende Stellung.

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Herbert Jöbstl, Erich Wiesner und Erlfried Taurer freuen sich über die positiven Ergebnisse der heimischen Holzindustrie (v. li.) (Bildquelle: Gerhard Fally)

Fachverband Holzindustrie

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