home technik Emissionen: Natürliches Holz – ganz natürlich?
Technik
14.04.2017 - Holz gilt zwar als sehr natürlicher Baustoff, die konstruktive Planung eines Holzbaus muss trotzdem durchdacht ablaufen. Das gilt speziell für die Auswahl der entsprechenden Holzschutzmittel und Zusatzstoffe, die bereits in Teil 1 der Reihe erwähnt wurden. Dass es auch im natürlichen Holzbau ausgewählter Holzschutzmittel bedarf, wurde in Teil 3 aufbereitet.

Besonders in Innenräumen sollten ausschließlich lösungs- und schadstofffreie Mittel verwendet werden. Foto: Pixabay

Sensibilität ist angesagt
Besonders sensible Menschen zeigen des Öfteren leichte Reaktionen auf die Zusatzstoffe in Holzschutzmittel. Die Schadstoffdiskussion sollte laut Experten jedoch nicht mit dem klassischen Allergiethema vermischt werden. Denn eine Pollenallergie hat mit Schadstoffen genau so wenig zu tun wie eine Allergie gegen Holzgeruch. Die auftretenden Reaktionen sind also oft gar nicht den Holzschutzmitteln direkt zuzuschreiben, sondern den individuellen Allergien der betroffenen Personen.

Richtige Anwendung
Der häufigste Auslöser für gesundheitliche Gegenreaktionen ist der falsche Verwendungsbereich von Zusatzstoffen. Es kommt immer wieder vor, dass Holzschutzmittel in Innenräumen angewendet werden, wo sie gar nicht erforderlich sind. Das wurde mittlerweile sogar in geltenden Normen geregelt: laut DIN 68800 braucht es in beheizten Räumen gar keine Holzschutzmittel mehr.

Die Lösung
Die Lösung dafür klingt einfach – und ist es auch: In beheizten Räumen DIN-gemäß auf Zusatzstoffe verzichten, oder zumindest Alternativen zu formaldehydhältigen Leimen (z.B. PU-Leime) oder lösungs- und schadstoffmittelfreie Stoffe verwenden. Viele Produzenten tun das bereits seit einigen Jahren – und nutzen diesen Umstand recht erfolgreich als USP für den Verkauf!

Kommentare  

#2 Schuller ATOS Architekkten 2017-04-20 07:29
Ganz richtig Herr Öttl, Holzschutz und Leime haben nichts miteinander zu tun. Bitte sorgfältiger recherchieren.
#1 Alexander Öttl, GF Rema Massivholzp 2017-04-19 09:58
Bitte vermischen Sie nicht die beiden Themen Holzschutz und Verleimung! Auf chemischen Holzschutz kann in Innenräumen sicherlich gut verzichtet werden, jedoch nicht auf eine gute Verleimung von Hölzern. Durch Leime und Klebstoffe sind heute viele neue Anwendungen möglich, auf gewisse Inhaltstoffe kann man dabei im Moment noch nicht verzichten, Formaldehyd gehört dazu. Mit den früher verwendeten Dosen hat das allerdings heute nichts mehr zu tun, wir reden heute von Werten im nicht mehr messbaren Bereich! Darum verstehe ich Ihre Thematisierung in diesem Zusammenhang nicht, das trägt lediglich zur Panikmache bei - und ganz nebenbei, alle chemischen Leime haben ähnliche Inhaltsstoffe, Formaldehyd ist nur ein kleines Rädchen im Getriebe. Schreiben Sie lieber, dass Gips für die Gipskartonplatt en bei der Sondermüllverbr ennung entsteht...oder eine andere Anregung - wenn ein Raucher einen Formaldehydtest ausführt, fallen die Werte deutlich schlechter aus. Beste Grüße aus Salzburg!

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren

Zum Newsletter anmelden

holzmag 0217 1eb_schriftzug
Die Themen im Heft 08.2016
  • Passivhausvorbild am Dach: Die Roofbox zeigt wie urbanes Wohnen geht
  • Nach oben hin viel Luft – internationaler Wettlauf im Holzhochhausbau.
  • Messevorschau: BAU 2017 in München
  • Alles Akku: Das können Akku-Geräte schon heute.
star_banner