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home technik Emissionen: Spezialfall Kiefernholz
Technik
01.05.2017 - Vor einiger Zeit haben wir mit einer Schwerpunkt-Reihe zum Thema Emissionen begonnen. Nun präsentieren wir den letzten Teil dieser Reihe: einen speziellen Fall von Emissionen in der Raumluft innerhalb von Holzbauten.

Kiefernholz wird von Experten immer wieder als Spezialfall erwähnt, wenn es um Emissionen in der Raumluft geht. Bild:Wikimedia/Johann Georg Sturm

Durch chemische Zusatzstoffe werden oftmals gesundheitsschädliche flüchtige organische Verbindungen (so genannte VOC-Emissionen – Volatile Organic Compounds) freigesetzt. Technisch gesehen emittiert aber auch Naturholz organische Verbindungen, in dem Fall eben natürliche VOCs.

Ein statistischer Ausreißer
Es ist vor allem Kiefernholz, das in der ersten Zeit der Verwendung deutlich höhere Mengen an Terpenen (vor allem α-Pinen) und höheren Aldehyden an die Innenraumluft abgibt. Die durchschnittliche Abgasung dieser VOC aus Kiefernholz ist dabei deutlich höher als bei anderen Nadelholzarten. Allerdings weisen die Proben unterschiedlicher Herkunft der Bäume auch unterschiedlich starke Emissionen auf.

Mehr als anderes Nadelholz
Die Kiefer ist ein harzreiches Holz, das schon in der Bronzezeit in Form von Kienspänen verwendet wurde. Harzreiche Nadelhölzer geben allerdings vor allem in der ersten Zeit der Verwendung deutlich höhere Mengen an Terpenen (vor allem Alpha-Pinen) und höheren Aldehyden an die Umgebung ab. Speziell an den offenen Schnittkanten und bei Bohrungen (bspw. für Deckenleuchten, Spots) ist dabei eine deutlich erhöhte Emission von flüchtigen Holzinhaltsstoffen in die Innenraumluft zu beobachten. Die durchschnittliche Abgasung dieser VOC aus Kiefernholz ist dabei deutlich höher als bei anderen Nadelholzarten. Die Emissionen von Proben unterschiedlicher Herkunft der Bäume können sich allerdings stark unterscheiden, weiters ist auch die Lage im Stamm (Splint- oder Kernholz) entscheidend für die sich einstellenden Emissionen.

Kein Grund zur Sorge
Obwohl Kiefer auf Grund ihres Preises in großem Umfang bei Brettsperrholz (cross laminated timber, CLT) vor allem als Mittellage eingesetzt wird, besteht kein Grund zur Sorge!  Denn natürliche VOCs – zumeist Terpene (= Holzgeruch) – sind im Allgemeinen gesundheitlich unbedenklich! Trotzdem kann diese Information in der Beratung besonders sensibler Kunden/Auftraggeber von Nutzen sein.

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Veranstaltungen & Termine

Vectorworks Stipendium
Einreichschluss: 15.07.2017
www.vectorworks.net

6. Holzsymposium
15.–16.07.2017, Hinterglemm
www.saalbach.com

Internationale Forstmesse Luzern
17.-20.08.2017, Luzern
www.forstmesse.com
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Die Themen im Heft 04.2017
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