home technik Biobasiertes Harz für stabile Holzbaustoffe
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07.09.2017 - Ein aktuelles Forschungsprojekt beschäftigt sich mit biobasierten Verstärkungsschichten für Vollholzwerkstoffe, die ohne den Zusatz von Additiven einen sehr guten Flamm- und Bewitterungsschutz gewährleisten sollen.

Die Verstärkungslamellen, die im Forschungsprojekt entwickelt werden, sollen zu über 90 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen. Foto: © Dury + D‘Aloisio Architekten BDA

Die biobasierten Verstärkungsschichten für Vollholzwerkstoffe, so genannte Verstärkungslamellen, werden entwickelt, um die aktuell verwendeten petrochemischen Produkte zu ersetzen, informiert die deutsche Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe FNR in einer Mitteilung. Das innovative, mit Cellulosefasern verstärkte Polyurethan-System soll zu über 90 Prozent biobasiert sein und ohne den Zusatz von Additiven einen sehr guten Flamm- und Bewitterungsschutz gewährleisten.

Verbreitete Vollholzwerkstoffe für den modernen Holzbau sind Brettsperr- und Brettschichtholz, bei denen sich zwischen den einzelnen Holzlagen dünne Schichten aus Polyurethanharz befinden. Wenn in dieses Harz zur Verstärkung Aramid-, Glas- oder Carbonfasern eingebettet sind, handelt es sich um sogenannte Verstärkungslamellen, die die Holzbaustoffe noch tragfähiger machen. Im jetzt begonnenen Vorhaben will die Covestro Deutschland AG gemeinsam mit vier Partnern biobasierte Alternativen für die dafür bisher verwendeten fossilen Harze und Fasern entwickeln.

Die Forscher setzen dabei auf eine Kombination aus biogenen, aliphatischen Polyisocyanaten und biogenen Polyolen auf der Basis von Pflanzenölen, die keiner speziellen Additive bedürfen, um einen sehr guten Flamm- und Bewitterungsschutz sicherzustellen. Bei den Fasern favorisieren die Wissenschaftler Cellulose-Fasern, zum Beispiel aus Regenerat-Cellulose. „Im Ergebnis verfügen wir dann erstmals über verstärkende Werkstoffe für den Holzkonstruktionsbau, die selbst zu mindestens 90 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen“, so Paul Heinz von der Covestro Deutschland AG. Damit werde der moderne Holzbau mit Brettsperr- und Brettschichtholz noch nachhaltiger.

Bei der Herstellung setzen die Projektpartner auf das Pultrusionsverfahren, mit dem sich faserverstärkte Kunststoffprofile kontinuierlich und günstig herstellen lassen und das unter Praxisbedingungen erprobt werden soll. Auf der Technikumsanlage der Fraunhofer-Gesellschaft werden Flachprofile für Testzwecke hergestellt und die dazu nötigen Werkzeuge und Verarbeitungsparameter optimiert. Das Potenzial des neuen Werkstoffs wird an einem branchenüblichen Modellbauteil aus Buchenholz technisch, ökonomisch und ökologisch bewertet werden.

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe FNR

Webseite Covestro Deutschland AG

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