Gebogene und ineinander geschobene Bambusstangen wurden für den Bau der Sporthalle der Panyaden International School in Thailand verwendet.
Die Turnhalle aus Bambus wurde fast vollständig in Handarbeit errichtet. Foto: © Alberto Cosi
Die Architekten Markus Roselieb und Tosapon Sittiwong von Chiangmai Life Construction haben die 782 Quadratmeter große Konstruktion entworfen, die mitten in einem kleinen Reisfeld platziert wurde, berichtet „BauNetz“ online. Die Bambusstangen haben eine Spannweite von 17 Metern, die ovale Halle ist an den Seiten offen, um eine natürliche Belüftung im warmen, thailändischen Klima zu gewährleisten. Das weit nach unten gezogene Dach schütze aber gleichzeitig vor den teils monsunartigen Regenfällen.

Es gebe weder ein stützendes Stahlgerüst noch andere Hilfsmittel, heißt es weiter: Trotzdem erfülle die Sporthalle alle sicherheitsrelevanten Vorgaben, um Sturm oder Erdbeben standzuhalten. Auf den Einsatz chemischer Stoffe sei bei der Konstruktion der Turnhalle bewusst verzichtet worden, längere Haltbarkeit verleiht dem Bambus eine Behandlung mit dem natürlichen Mineralsalz Borax.

„Fußball, Basketball, Volleyball, Badminton, eine Hebebühne für Theateraufführungen und Platz für 300 Schüler umfasst die ovale Bambushalle“, schreibt „BauNetz“. Die Gesamtkosten für die Halle betrugen 300.000 US-Dollar.

Website Chiangmai Life Construction

Bericht „BauNetz“

Kommentare  

#1 Brunbauer Wolfgang 2017-09-26 10:55
Das finde ich sehr interessant. Wie sehen die Knoten aus? es gib ja Fachwerkträger. Wurde das alles vor Ort gestrickt, abgebunden? welche Dachdeckung?Sin d die Säulen in Betonfundamente n eingespannt?? Wie erfolgte die Impregnierung mit Borax?

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