Die Volksschule der Stadtgemeinde Wolkersdorf im Weinviertel soll umgebaut werden. Die Goya Architekten (Group of young architects) landeten mit ihrem Entwurf auf dem 2.Platz eines geladenen Wettbewerbs.
Das Projekt der Goya Architekten besticht durch eine gute Wirtschaftlichkeit aufgrund der optimalen Adaptierung und Nutzung des Baubestandes. Aus pädagogischer Sicht kann es jedoch nicht restlos überzeugen. Foto: Janusch
Das Konzept der Planer gliedert das Bauvorhaben in verschiedene Bereiche: Zum einen schafft der Abriss des ehemaligen Restaurants Platz für einen neu gestalteten Bereich für die Nachmittagsbetreuung auf dem bestehenden Keller. Über eine neue Aula mit angrenzendem Speisesaal und Zentralgarderobe sollen Volksschule und Turnsaal miteinander verbunden und gleichzeitig Platz für Veranstaltungen geschaffen werden. Die neue Aula wird das neue Zentrum des Bildungskomplexes bilden. Die bestehende Volksschule wird praktisch zur Gänze erhalten, die geforderte Erhöhung der Klassenzahlen wird durch Umgestaltung der Horträume zu Klassenräumen erreicht. Die neuen Teile des Schulgebäudes, sowie der Bereich für die Nachmittagsbetreuung werden in Holzbauweise vorgeschlagen. Durch den hohen Vorfertigungsgrad wird somit eine kurze Bauzeit und ein kurzer Zeitraum für provisorische Lösungen erreicht. Dass im Innenraum der Werkstoff Holz verwendet wurde, zeigt sich schon auf den ersten Blick: Die Außenhülle ist als hinterlüftete Fassade geplant. Dass dieser geplante Neubau den ersten Platz fast erreicht hätte, zeigt das Juryprotokoll: Die Abstimmung zwischen den beiden verbleibenden Projekten führt zu einem Gleichstand mit 4:4 Stimmen. Die Entscheidung wurde dann vom Vorsitzenden der Jury gefällt, der für das Konkurrenzprojekt gestimmt hat. Da seine Stimme im Falle eines Gleichstandes doppelt zählt, gehen die Goya Architekten mit ihrem Plan als Zweitplatzierter aus dem Wettbewerb. (sel)

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Die Entscheidung gegen das Projekt der goya Architekten fällte dann der Jury-Vorsitzende, dessen Stimme im Falle eines Gleichstandes doppelt zählt. Foto: Hertha Hurnaus, www.hurnaus.com

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