Die kleine Trisoux Bar in München bleibt dem Besucher wohl vor allem Dank der skulpturalen Holzdecke von Architekt Martino Hutz in Erinnerung.
Lichter akzentuieren die Enden bestimmter Routen, um den öffentlichen oder intimen Charakter zu verstärken und das Beleuchtungskonzept innerhalb dieser Deckenfläche zu vereinheitlichen. Foto: Maria Pasvantova
Die 160m2 große Bar erstreckt sich über zwei Stockwerke eines Wohnhauses aus dem Jahr 1890. Da es sich durch die baulichen Gegebenheiten nicht um einen offenen, sondern um blockierte Räume handelt, wurde die Decke als Hauptdesignbereich gewählt, um ein außergewöhnliches Bar-Erlebnis zu schaffen. In einer fließenden Geste wölbt sich die Installation aus zahlreichen gleichförmigen, aber unterschiedlich langen quadratischen Fichtenstäben mal nach oben, um einen kommunikativen, einladenden Raum zu eröffnen, oder nach unten, um intimere Bereiche zu schaffen. Die resultierende Fläche ist unterteilt in 6400 einzelne Fichtenholzstäbe (4,5x4,5 cm), die unabhängig von der Decke hängen. Insgesamt messen die Holzstäbe eine Länge von 3 km und besitzen ein Volumen von 7,4 m³.

Parametrisch abgeleitet
Die Wünsche des Bauquartettes bestehend aus Ben Bauer, Max Braunmiller, Philipp Fröhlich und Gustav Grossmann konnten erfüllt werden. Sie verwendeten eine Crowd-Simulation, um die optimale Nutzung der Bodenfläche zu analysieren und verschiedene Atmosphären innerhalb des Raumes zu erzeugen. Aus diesen Daten wurde anschließend eine parametrisch abgeleitete doppelt gekrümmte Fläche generiert, die den Charakter jedes Raumes definiert und den Besucher intuitiv zu bestimmten Erlebnissen führen soll.

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Foto: Maria Pasvantova


http://www.martinohutz.de

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