home architektur Forschungsprojekt sucht Aufstockungen aus Holz
Architektur
30.10.18 - Wie können wir die aktuellen Herausforderungen wie Landflucht und Wohnraumverknappung lösen? Ein Forschungsprojekt der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg nimmt sich dieser Frage an und sucht Beispiele.
Die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg ist auf der Suche nach gelungenen Aufstockungen aus Holz. Foto: Hochschule Rottenburg

Das Arbeiten mit Holz hat viele Vorteile. Es ist nachhaltig, gut für den Klimaschutz, die Ergebnisse sind im Sinne der Kreislaufwirtschaft wieder voll in Natur rückführbar. Daneben hat es auch noch den Vorteil, dass der Stoff zu großen Teilen aus der Region stammt in der er verwendet wird.

Damit das Arbeiten mit dem Rohstoff bestmöglich gelingt, müssen sinnhafte Konzepte zur Förderung des Holzbaus entstehen. Denn er kann dabei helfen, einige Probleme unserer Zeit zu lösen: Klimaschutz, demographischer Wandel, Landflucht und die damit einhergehende Wohnraumverknappung in den Städten.

Das Projekt
Die Hochschule für Fortwirtschaft Rottenburg in Baden-Württemberg hat aus diesem Grund ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen, das sich genau diesen Problemstellungen annimmt. Finanziell unterstützt vom Land Baden-Württemberg und der EU sammeln die Mitarbeiter_innen entscheidungsrelevante und strategische Informationen, verarbeiten diese und präsentieren die Ergebnisse am Ende.

Die Fragestellungen sind dabei klar abgesteckt: 1. Welche Hemmnisse und Erfolgsfaktoren lassen sich bei der Verwendung von Holz als Baustoff identifizieren? 2. Welche Regionalwirtschaftsansätze sind zur Förderung des Holzbaus geeignet? 3. Wie kann innovative Holzverwendung im urbanen Bereich gelingen?

Aufstockungen gesucht
Gerade beim letzten Punkt schränken sich die Forscher_innen ein wenig ein und suchen aktiv nach Beispielen von Gebäudeaufstockungen aus Holz. Diese sollen darstellen, wie man innerstädtische Bereiche – die ja ohnehin bereits sehr dicht besiedelt sind – ohne Abrissmaßnahmen noch weiter nachverdichten kann.

Die in den Augen des Forschungsteams und einer Fachjury am gelungensten Projekte werden am Ende des Projekts auch ausgezeichnet und in einer eigenen Broschüre zum Projekt vorgestellt. Einsendungen von Aufstockungsprojekten an die Hochschule sind jederzeit möglich. (flb)

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Simon Speigner, sps Architekten zu den Holzbauten auf dem ehemaligen Gelände der Hummelkaserne in Graz.

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