home architektur Naturerlebnis Schwarzriegelmoos
Architektur
05.11.2018 - Die Österreichischen Bundesforste ÖBf haben das östlichste Hochmoor der Alpen renaturiert und nun erstmals für BesucherInnen erlebbar gemacht.
Die Renaturierung des Schwarzriegelmooses war eine von zahlreichen Maßnahmen zur ökologischen und touristischen Attraktivierung auf der Pretul, die die Errichtung des Windparks Pretul durch die ÖBf begleiteten. Foto: ÖBf-Archiv/W. Simlinger

Das auf 1.600 m gelegene Hochmoor Schwarzriegelmoos in der Steiermark wurde durch Vertritt, Befahren, mangelnde Besucherlenkung und starkes Zuwachsen in den letzten Jahrzehnten stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Renaturierung konnte den ökologische Zustand des Moores deutlich verbessern: Mit architektonisch gestalteten Holzstegen durch das Moor, Informationstafeln und einer Aussichtsplattform, die neue Ausblicke auf die Umgebung verspricht, wurde das „Naturerlebnis Schwarzriegelmoos“ nun offiziell eröffnet.

Ein neuer, rund 150 Meter langer Hauptsteg und zwei kleinere Nebenstege führen durch das Hochmoor: „Die neuen, aus regionalem Lärchenholz errichteten Holzstege sollen nicht zuletzt die Besucherströme kanalisieren und durch dieses ökologisch sensible Gebiet lenken“, so ÖBf-Vorstand Rudolf Freidhager. „Die besondere Konstruktion des Steges erlaubt aber nicht nur Wanderern und Radfahrern ein besonderes Naturerlebnis, auch dort lebende Kleintiere können sich weiterhin barrierefrei in ihrem Biotop bewegen.“ Besonderes Highlight sei die hölzerne Aussichtsplattform, die neue Perspektiven auf das Moor eröffnet.

In der Vergangenheit durchschnitten Wanderwege das etwa sechs Hektar große Gebiet, das auch Vertrittschäden durch Weidevieh und illegales Befahren mit Fahrzeugen stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Das laufende Zuwachsen des Biotops durch Fichten- und Latschenbewuchs und die dadurch verursachte Entwässerung gefährdeten das sensible ökologische Gleichgewicht massiv, informieren die ÖBf in einer Aussendung. Der überhandnehmende Baumbewuchses wurde daher entfernt, es folgte die Umzäunung des Moores, um weiteren Viehtritt zu verhindern. Langfristig sollen die Schutzmaßnahmen zu einer deutlichen Verbesserung des Ökosystems führen: Der Grundwasserspiegel werde wieder ansteigen und das für das Wachsen der Moore verantwortliche Torfmoos könne sich besser ausbreiten, so die ÖBf.

Österreichische Bundesforste 

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