Die neue Europazentrale von Bloomberg im Herzen Londons stammt aus der Feder von Norman Foster und erreicht überragende Bewertungen in puncto Nachhaltigkeit. Das spektakulärste Raumerlebnis im gesamten Gebäude kleidet sich dabei in Holz.
Bloombergs neue Zentrale in London. Foto: gel Young/Foster+Partners
In direkter Nachbarschaft zur Bank of England und zur St. Paul's Cathedral macht ein kompletter, 1,3 ha großer Häuserblock Platz für die europäische Zentrale des amerikanischen Medienunternehmens Bloomberg. Kein geringerer als Norman Foster zeichnet für den Neubau verantwortlich.

Im Vergleich zu den spektakulären Foster-Entwürfen für London wie der "Gurke", dem Rathaus oder der Millenium Bridge nimmt sich das Bloomberg Gebäude eher zurück, mit starken Bezügen zum Standort und weniger auffälligen Alleinstellungsmerkmalen, ohne dabei jedoch auf einen ganz eigenen Charakter zu vergessen.

Das Gebäude entwickelt sich in Form, Proportion und Materialwahl respektvoll aus seiner Umgebung heraus, als hätte nie ein anderes dort stehen können, trägt aber gleichzeitig seine Innovation in Sachen Nachhaltigkeit nach außen und macht neugierig. Ein verantwortungsvoller Umgang mit dem öffentlichen Raum markierte eine der zentralen Anforderungen im Entwurfsprozess.

Städtebau
Und so wurde ein das Grundstück schräg querender Verlauf einer historischen römischen Straße (Watling Street) wieder hergestellt, so dass zwei Gebäudeteile entstehen, die mit einer überdachten Arkade und Brücken miteinander verbunden sind.

Der öffentliche Durchgang hat sich zu einem hoch frequentierten Weg durch die Innenstadt etabliert und versorgt die Passanten mit Cafés und Restaurants hinter einer gewellten Glasfassade. Darüber hinaus reihen sich drei Plätze entlang der Arkade und schaffen so zusätzlichen öffentlichen Raum.

Beim Aushub kamen archäologische Rückstände eines römischen Mithras Tempels zum Vorschein. Daraufhin wurde im Untergeschoss ein öffentlich und gratis zugängliches Museum über die Ausgrabungsstätte eingerichtet. (lah)

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