Das Design Museum in London präsentiert bis 5. Mai eine neue Ausstellung , die sich mit der Rolle von Gebäuden im 21. Jahrhundert beschäftigt und dabei sieben Projekte des gefeierten Britisch-ghanaischen Architekten David Adjaye vorstellt. 
Der Gwangju River Reading Room soll eine Reaktion auf den pro-demokratischen Aufstand im Mai 1980 ausdrücken. Foto: Kyungsub Shin
Die Ausstellung beinhaltet auch einige der Kunstwerke, die der Architekt aus Holz baute, unter anderem  ein vollwertiger Teil des Sclera Pavillons für das London Design Festival 2008 sowie ein Replikat-Bibliotheksbereich aus dem Lesesaal des Flusses Gwangju in Südkorea.

Architektur erzählt eine Geschichte 
In dieser Ausstellung präsentiert David Adjaye seine Ideen und präsentiert sein Denken darüber, wie Gebäude und Architektur als Storytelling-Element verwendet werden kann. Er vertritt die Meinung, dass Monumente wiederspiegelt, wer wir sind und was sich in unserer Psyche abspielt. 

Einflüsse aus Kunst, Musik, Wissenschaft und afrikanischen Kunstformen
In den letzten Jahrzehnten hat sich Sir David Adjaye zu einem der führenden Architekten seiner Generation entwickelt. Adjayes Einflüsse reichen von zeitgenössischer Kunst und Musik über Wissenschaft bis hin zu afrikanischen Kunstformen. Nach seinem Umzug nach Großbritannien studierte Adjaye Architektur an der London South Bank University und dem Royal College of Art, bevor er 1994 sein erstes Büro gründete, das später im Jahr 2000 als Adjaye Associates reformiert wurde. Das Unternehmen verfügt nun über Büros in London, New York und Accra und arbeitet an Projekten auf der ganzen Welt.
David Adjaye präsentiert einen Teil seiner Werke im Design Museum in London. Foto: Ed Reeve

Gwangju River Reading Room 

Der River Reading Room war eine Zusammenarbeit zwischen Adjaye und dem Schriftsteller Taiye Selasi. Adjaye wurde eingeladen, eine Struktur zu entwerfen, die auf Gwangjus zehntägigen pro-demokratischen Aufstand im Mai 1980 reagierte, der mit dem Massaker an Hunderten von Studenten und Bürgern endete. Der Pavillon besteht hauptsächlich aus Beton und Holz und beherbergt eine Bibliothek mit 200 Büchern über die Geschichte der sozialen Gerechtigkeit und des Protestes, die von Selasi kuratiert wurde. Der Raum fungiert als öffentlicher Lesesaal und ermutigt die Einwohner der Stadt zum Austausch von Büchern und Ideen über Freiheit, Demokratie, Gleichheit und Menschenrechte. In der Ausstellung können die Besucher in einer Replikatsbibliothek sitzen und einige der für den ursprünglichen Gwangju-Pavillon ausgewählten Bücher lesen.

Sclera Pavillon
Der Pavillon Sclera wurde als Beitrag zum London Design Festival 2008 in Zusammenarbeit mit dem American Hardwood Export Council konzipiert und wurde vom menschlichen Auge inspiriert. Als Erforschung von Form und Raum wurde er als öffentlicher Raum im Herzen der Stadt geplant, der gleichzeitig beruhigend und erhebend sein könnte - ein immersives urbanes Monument über das Verlangsamen, um die Welt besser zu sehen und zu verstehen. In einem kleinen Platz im Southbank Centre gelegen und innovativ aus amerikanischem Tulipwood gebaut, war der Pavillon zu jeder Tages- und Nachtzeit für die Öffentlichkeit zugänglich.

Weiter Informationen unter: https://designmuseum.org/exhibitions/david-adjaye-making-memory (sgl) 

Der Sclera Pavillon war Teil des London Design Festivals 2008. Bild: Leonardo Finotti

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