Im kommenden Jahr soll im deutschen Pforzheim ein Hochhaus gebaut werden, das hauptsächlich aus Holz bestehen und ein Leuchtturm für die Holzbaubranche werden soll.
Der Name „Carl“ leitet sich von der Lage des Hochhauses an der Carl-Hölzle-Straße ab, die wiederum nach einem Mitbegründer der ausführenden Baugenossenschaft benannt ist. Foto: Peter W. Schmidt Architekten
Soviel Holz wie möglich lautet die Devise bei der Planung und Umsetzung des „Carl“ genannten Gebäudes. Wo es aus brandschutztechnischen Gründen notwendig ist, bleibe man bei Stahlbeton, informiert die Arlinger Baugenossenschaft online über das Projekt. Die Verwendung von Holz als Baumaterial liege in Lagen wie Pforzheim am Rande des Schwarzwaldes eigentlich auf der Hand, in der Gegend sei viel regionales Holz vorhanden, welches allerdings bisher beim Hausbau selten verwendet werde.

„Dabei sprechen die Vorteile für die nachwachsende Ressource direkt vor unserer Haustür: Holz ist stabil, hat bei wenig Eigengewicht eine hohe Tragkraft und steht Stahl damit in nichts nach“, betont Arlinger-Vorstand Carsten von Zepelin. In dem von Peter W. Schmidt Architekten geplanten dreiteiligen Bau - neben dem Hochhaus entstehen außerdem zwei flache Gebäude - sollen bis Ende 2021 insgesamt 73 Wohnungen, eine Kindertagesstätte für etwa 100 Kinder und eine Bäckerei mit Café Platz finden. Vorgefertigte Module sollen einen schnelleren Bau ermöglichen.

„Carl hat das Potenzial, ein starkes Signal für den Holzbau und zugleich das heimische Holz als Material ins ganze Land zu senden. Das macht den Bau zu einem geeigneten Leuchtturm, auch fernab der Küste“, sagt Alexander Bonde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, die die konzeptionellen Mehraufwendungen im Rahmen des Projektes fördert. (cst)

Carl

Webseite Arlinger Baugenossenschaft

Peter W. Schmidt Architekten

Webseite Deutsche Bundesstiftung Umwelt

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