Was kann Holzbau zu einer besseren Welt beitragen? Das und mehr diskutierten die UN-Mitgliedsstaaten bei der UN-Habitat Assembly in Nairobi. Innovative Ideen gab es vor allem aus Schweden.

Beim Pavillon der Organisation Swedish Wood präsentierte das Unternehmen Arvet eine Ausstellung, die zeigte, wie mit Holzkonstruktionen und -bauten alle 17 Ziele der UN-Habitat Assembly im Bereich Sustainable Development erreicht werden können. Foto: Martin Miano/Arvet

Wie der globale Weg zu nachhaltiger Entwicklung und besserer Qualität von Communities und Städten bis 2030 aussehen soll und welche Schritte dafür notwendig sind, wurde bei der ersten UN-Habitat Assembly in Nairobi, Kenya vom 27. bis 31. Mai 2019 diskutiert. Das umfangreiche Programm der Konferenz beinhaltete gruppenspezifische Meetings und Wahlen, allgemeinere Panels sowie Ausstellungen und Diskussionsrunden. Auch wurde unter anderem der UN-Habitat Strategic Plan 2020-2025 diskutiert und beschlossen.

Vereint für ein besseres Leben

Die UN-Habitat Assembly gehört zum United Nations Human Settlements Programme und besteht aus Vertreter_innen der 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen mit Standorten in über 90 Ländern. Zusätzlich zu den Meetings des Executive Boards, welche mit 36 Mitgliedsstaaten drei Mal im Jahr stattfinden, treffen sich alle Mitglieder alle vier Jahre am Hauptstandort in Nairobi. 
Dieses Jahr standen nachhaltige Bauweisen ganz oben auf der Agenda. Laut dem IPCC –  Intergovernmental Panel on Climate Change der Vereinten Nationen – ist die Bauindustrie für 40 % der globalen CO2-Emissionen zuständig. Aus diesem Grund ging es verstärkt um innovative und nachhaltige Lösungen für zukünftige Städte.

Schwedisches Know-how

Einen großen Beitrag zum Bauen mit Holz brachte die schwedische Holz- und Forstwirtschaft. Beim Pavillon der Organisation Swedish Wood, designed vom Stockholmer Architekturbüro In Praise of Shadows, präsentierte das Unternehmen Arvet eine Ausstellung, die zeigte, wie mit Holzkonstruktionen und -bauten alle 17 Ziele der UN-Habitat Assembly im Bereich Sustainable Development erreicht werden können. Die Architektur-Organisation Sveriges Arkitekter zeigte in Kooperation mit der schwedischen Botschaft zudem die Ausstellung „Woodland Sweden“ über das Know-how der schwedischen Architekt_innen im Bereich nachhaltiger Holzbau. „Schweden verfügt über sehr viel Erfahrung und Wissen über modernen Holzbau. Städte in Holz zu bauen – unsere Städte buchstäblich wachsen zu lassen – ist eine nachhaltige Lösung, um Herausforderungen wie Wohnversorgung, Klimawandel, Arbeitsplätze und Urbanisierung entgegenzutreten“, sagt Susanne Rudenstam, Bau-Direktorin von Swedish Wood
Auch viele weitere Organisationen und Unternehmen präsentierten ihre innovativen Ideen und Lösungen und luden zum Diskutieren ein. Insgesamt nahmen über 2.000 internationale Delegierte bei der Konferenz teil.

Mehr Infos sowie Unterlagen und Programm der UN-Habitat Assembly gibt es hier. (sis)

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