Das Studierendenwohnheim Gillies Hall an der Monash University ist nicht nur Australiens derzeit größtes zertifiziertes Passivhaus, sondern auch eines der größten Brettsperrholzprojekte des Landes.

Laut „a3bau.at“ erreicht Gillies Hall einen rund 70 bis 80 Prozent geringeren Heizwert als ein Gebäude, wie es in Australien üblicherweise konstruiert wird. Foto: Jackson Clements Burrows Architects/Peter Clarke

Das von Jackson Clements Burrows Architects entworfene Gebäude steht auf dem Peninsula Campus in Melbourne und umfasst eine Bruttogeschossfläche von 6500 Quadratmetern. Gillies Hall bietet 150 eigenständige Studio-Studierendenwohnungen auf sechs Ebenen, sowie zwei Service-Wohnungen und Gemeinschaftsräume im Erdgeschoss, die allen 250 Studierenden, die auf dem Campus leben, offenstehen.

„Die warmen, hellen Töne der Brettschichtwände und -decken prägen die Atmosphäre im Gebäudeinneren“, berichtet die „Allgemeine Bauzeitung“ online. Die auf einem Betonsockel stehende Massivholzkonstruktion wurde innerhalb von elf Wochen errichtet, die fünf Obergeschosse sind mit rot-orangenen, vertikalen Blechlamellen verkleidet, heißt es weiter. Vor den Fenstern seien die Bleche um 90 Grad aufgestellt und werfen so „lebhafte Schatten auf die Gebäudehülle“, schreibt „a3bau.at“.

Mit Gillies Hall seien die Architekten dem Ziel der Universität nachgekommen, bis zum Jahr 2030 emissionsneutral zu sein. Das Gebäude kommt komplett ohne fossile Brennstoffe aus, die Solaranlage auf dem Dach soll den Stromverbrauch vom Netz drastisch senken. Die Universität geht davon aus, dass das Gebäude mindestens dreimal effizienter als ihre anderen Wohnheime ist und lediglich die Hälfte des Kohlenstoffs einer vergleichbaren Betonkonstruktion enthält. (cst)

Bericht „a3bau.at“ 

Bericht „Allgemeine Bauzeitung“ 

Jackson Clements Burrows Architects

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