Brettschichtholz ist für die österreichische Holzindustrie ein Riesenmarkt. Neue europäische Normen bringen dieses Geschäft nun in Gefahr. Eine Softwareinnovation der FH St. Pölten könnte Abhilfe schaffen.

Die Holzindustrie steht momentan vor einer enormen Herausforderung: Neue europäische Normen verlangen von Keilzinkenverbindungen eine höhere Festigkeit als bisher üblich. Das könnte massive Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit bei der Produktion von Brettschichtholz und dadurch auch auf die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Holzindustrie haben.

Eine mögliche Lösung bietet ein Forschungsprojekt der Fachhochschule St. Pölten und der Holzforschung Austria. Unter dem Namen "Optwood" wird eine Software entwickelt, mit der sich optimale Keilzinkenverbindung designen lassen, die die neuen Festigkeitsanforderungen erfüllen. Das Gute dabei: Die Berechnung erfolgt so, dass  Material- und Produktionskosten auf ein Minimum reduziert werden.

„Der Marktanteil von Brettschichtholz am Baukonstruktionsmarkt  wird verloren gehen, wenn die Keilzinkenverbindungen nicht entsprechend optimiert werden“, erklärt dazu Projektleiter und Simulationsexperte Dr. Thomas Schrefl. „Diesem Problem haben wir uns nun mittels eines innovativen und neuartigen Verfahrens aus dem Bereich der Computersimulation angenommen.“

Die Software wird voraussichtlich in den Sommermonaten fertig sein. Danach folgt eine Test- und Optimierungsphase, an der auch Unternehmen beteiligt sein sollen, die die Software in der Praxis testen.

Quelle: FH St. Pölten
Bild: m&d

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