Der Holz-Hybridbau Li18.Berlin erfüllt gleich eine ganze Reihe von städtebaulichen Vorgaben.

Li.18 Berlin – ein markanter aber nicht auffälliger Holz-Hybridbau verdichtet die Hausptstadt. Foto: Holzer/Jan Bittner

Die Städte wachsen sozusagen nach innen. Aufbauten und Verdichtungen sollen dringend benötigten Wohn- und Arbeitsraum schaffen. Das Büro Holzer Kobler Architekten sind mit dem Berliner Team gleich selbst in das gerade fertiggestellte Haus mit dem etwas sperrigen Namen Li18.Berlin eingezogen.

Transformation der Stadt – in Holz
Die Verwendung ökologischer Materialien, Nachverdichtung, Transformation und Stadtteilentwicklung sind zentrale Aspekte dieses Projekts, „das sich durch eine individuelle Architektursprache auszeichnet, die mit dem Bestand kommuniziert und sich in Kubatur und Gestaltung dezent in die Umgebung einfügt“, wie es die Architekten formulieren.

Holz-Hybrid zur Stadtverdichtung
Das Projekt an der Lindower Strasse in Berlin basiert auf dem zeitgemäßen Anspruch, Architektur nachhaltig und kontextbezogen zu planen und umzusetzen. Durch neue Wohn- und Gewerbeeinheiten wurden bestehende Gewerbehöfe im Berliner Stadtteil Wedding in Holz-Hybridbauweise nachverdichtet und erweitert.

Ergänzung der Blockrand-Struktur
Ein siebengeschossiger, turmähnlicher Neubau prägt den Bauperimeter als neue Setzung zum Nachbargrundstück und als bauliche Ergänzung respektive Harmonisierung der Blockrand-Struktur. Dieser "Turm" verbindet sich ästhetisch mit der pavillon-artigen Aufstockung des angrenzenden historischen, industriellen Bestandsgebäudes.

Eingefärbte Sichtholzfassade
Neubau und Aufstockung bilden aufgrund ihrer eingefärbten Sichtholzfassade eine formale, subtil eingebettete und gleichzeitig als Ergänzung wahrnehmbare Einheit. Die Gebäude kommunizieren somit gleichermaßen mit dem Bestand und der Umgebung – akzentuiert durch großformatige Fensteröffnungen. So wirkt das Ensemble als markanter Blickpunkt. (website)

Originelle, neuartige Holzfassade
Beim Neubau setzte man auf die Neuinterpretation einer traditionellen Holzfassade. Form follows Nature! Allein in Li19 (Neubau) wurden sechs Geschosse komplett aus Vollholz aus deutschen Wäldern gebaut. Jahrelang wurde dafür der Werkstoff Holz bezüglich Statik, Design und Bauphysik untersucht und mit den Bauämtern analysiert. 

Art: Wohn- und Gewerbeeinheiten
Architektur: Holzer Kobler Architekturen, zweikant architekturen
Auftraggeberin: Lindower Straße 18 GmbH
Innendesign: Holzer Kobler Architekturen, zweikant architekturen, schöningmosca Architekten
Bauleitung: Fuks & Wagner, Berlin
Tragwerksplanung: assmannberaten+planen,Berlin
Holzbaubetrieb: Mohrmann Bau GmbH, Wittstock/Dosse
Brandschutz: brandschutz plus GmbH, Berlin
Bauphysik,Akustik,Wärmeschutz: knp.bauphysik,Köln
Lichtdesign: Lichtvision Design Berlin
Landschaftsarchitektur: Nolte Gehrke, Berlin
Fotografie: Jan Bitter

(hst)

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