Die Revitalisierung des Fish Markets im australischen Sydney gilt als Leuchtturmprojekt, das den Tourismus und die ansässige Fischerei-Industrie unterstützen soll.

Der neue Sydney Fish Market mit seiner außergewöhnlichen Holzdachkonstruktion soll zu einem weltweitem Wahrzeichen werden. Foto: © Infrastructure NWS

Der neue Fischmarkt in Sydney – er gilt mit seinen 65.000 m2 Fläche als drittwichtigster Fischmarkt der Welt – liegt am Blackwattle Bay in Pyrmont, zwei Kilometer westlich des Geschäftsbezirks. Das neue Gebäude, dessen Fertigstellung im Jahr 2024 geplant ist, soll in Zukunft ein urbaner Knotenpunkt sein, indem er gleichzeitig als Arbeitsplatz, touristische Attraktion und kulturelles Ziel dient. Die spektakuläre Dachkonstruktion ist dabei ein spezieller Blickfang: Die verbauten Dachelemente aus Holz fügen sich zu einer scheinbar wellenförmigen Bewegung zusammen, die dem gesamten Objekt seinen Charakter verleiht.

1.600 m³ Brettschichtholz aus Fichte und 150 Tonnen Stahl Holzbauarbeiten wird das ausführende Unternehmen Rubner Holzbau zwischen Frühjahr 2022 und Sommer 2023 verbauen, um die Konstruktion zu realisieren. Das Gebäudedach ist dabei nicht nur funktioneller Bestandteil des Designss, sondern auch ein Wegweiser in Sachen Nachhaltigkeit: Es wurde so gestaltet, dass es Regenwasser zur weiteren Verwendung auffängt, aber auch Solarenergie nutzbar machen kann. Seine einzigartige Form nutzt die lokaltypischen Winde, um die angestaute Warmluft des darunterliegenden Areals abzuleiten, andererseits auch die Arbeiter des Fischmarkts vor den heißen Südwinden zu schützen.

Der Baldachin, eine Kombination von Holz und Aluminium, wurde so konzipiert, dass er gleichzeitig nach außen hin so durchlässig wie möglich ist, aber auch die direkte Sonneneinstrahlung abhält, um den Bedarf für die Klimatisierung des Gebäudes so gering wie möglich zu halten. Die dreieckigen Öffnungen in der Dachfläche lassen jede Menge natürliches Licht zu den darunterliegenden Arealen, während ihre Ausrichtung gleichzeitig bestmöglichen Schutz in den heißesten Stunden des Tages bietet.

Das architektonische Konzept stellt zusätzlich bewusst eine optische Durchlässigkeit her. Das Erdgeschoss ist für die alltäglichen Tätigkeiten eines Fischmarkts vorgesehen. Hier findet das Anlanden und Beladung des Fangs statt, der Bereich verfügt ebenfalls über eine Auktionshalle und ein Areal für den Großhandelsmarkt. Besucher können dem geschäftigen Treiben über eine Amphitheater-Treppe, von der Uferpromenade oder dem Kai aus sicherer Entfernung zusehen. (cst)

Rubner Holzbau 

3XN Architects, Copenhagen

BVN Architects, Sydney 

GXN Innovation, Copenhagen 

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