Die Pariser Architekten von „Kilo Architectures“, ein kleines Studio mit einer großen Anzahl von Projekten, bereichern die marokkanische Welterbstätte Volubilis um ein einzigartiges Besucherzentrum.
Besucherzentrum mit Holzfassade © Elio Germani



Nordafrikas am besten erhaltene Ausgrabung des römischen Reiches ist eine Stätte zwischen Fès und Rabat. Viele Besucher zieht es zu diesem archäologischen Gebiet, das städtebaulich bisher kaum einer Entwicklung unterzogen wurde. Eine Tatsache, die sich die Architekten nun zu Nutze machten: Mit dem Bau eines Besucherzentrums, das direkt in den Berghang eingebaut wurde. So konnte der dramatische Ausblick auf die Ruinen beibehalten werden. Der Clou: Das Gebäude wurde so gut integriert, dass es auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist. 

„Kilo Architectures“ setzt auf Holz

Bestehend aus einer Aneinanderreihung mit Holzlinienraster verkleideter Baukörper zieht sich das Gebäude mit einer Breite von acht und einer Länge von knapp 200 Metern den Hang entlang. Holz, Sichtbeton, Glas und weißverputzte Wände bestimmen das Erscheinungsbild des 4.200 Quadratmeter großen Gebäudes. Die Baustoffe des Projektes verhalten sich „wie Ruinen“, so die Architekten. Tektonik der Konstruktion und Lebensdauer der Materialien seien so gewählt, dass das Gebäude mit den Ruinen verschmilzt. Mit ihrer Baukunst versuchen die Revolutionäre gegen die Limits einer „immer mehr standardisierten Welt“ anzukämpfen.

Quelle: www.kilospace.com
Photo: Elio Germani

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