Nach einjähriger Bauzeit steht es – das erste Kärtner Energie Plus Haus. Es liefert mehr Energie als es selbst verbraucht.
Die Architekten Herwig und Andrea Ronacher haben sich ihren Traum erfüllt. Vor rund drei Jahren erwarben sie am Nachbarsgrundstück einen 160 Jahre alten Bauernhof. Das Ziel war der Bau eines Energie Plus Haus. Nun nach nur einem Jahr steht es. Der alte „Weber“-Hof in Hermagor liefert nach seinem Umbau mehr Energie als es verbraucht. Das Demonstrationsobjekt, das durch touristische Nutzung einer breiten Öffentlichkeit nahegebracht werden soll, wurde mit baubiologisch hochwertigen Materialen zum Leben erweckt. Holz, Weichfaserplatten, Zellulosedämmung, Lehmputz oder Lüftungskanäle aus Zirbenholz kamen zum Einsatz. Darüberhinaus optimieren zahlreiche Solar- und Photovoltaik-Elemente, die in der optimal südwestlich ausgerichteten Hanglage am Fuße des Spitzegeles angebracht wurden, das einzigartige Bauwerk. Ausführlichere Beschreibungen des Hauses können Sie in der aktuellen Ausgabe des "energie:bau" nachlesen.

"Erd- und Obergeschoss bieten drei Ferienwohnungen; das stützenfreie Dachgeschoss ist ein Seminarzentrum mit Nebenräumen und Panoramablick Richtung Hermagor/Nassfeld", erklärt Hausherr Ronacher stolz. Unterstützt wurde die Realisierung dieses Vorzeige-Projektes durch Förderungen des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie im Rahmen des Forschungs- und Technologieprogrammes "Haus der Zukunft", sowie durch den KWF Kärnten. Experten wie Prof. Dr. Christof Buxbaum (FH Kärnten), Firma Sto und Xella, sowie Drexel & Weiss, Baubiologe Herbert Rupitsch und Passivhaus-Pionier Christof Müller brachten außerdem Wissen und Unterstützung mit ein.

In seinem Baubericht defnierte Architekt Ronacher die Zielsetzung so: "Hier sollen Seminare aller Art stattfinden, und unsere Gäste aus aller Welt sollen die Botschaft für zukunftsträchtiges, energie-effizientes, baubiologisch und ökologisch hochwertiges Bauen nachhaltig verbreiten." Ein normalsterblicher Häuslbauer wird Förderungen dieses Ausmaßes allerdings nur schwer einstreifen können.

Am 10.11.2011 spricht DI Ronacher, im Rahmen der Fachtagung zum Niederösterreichischen Holzbaupreis 2011, ab 17.15 über "Holzbau im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne – Passivhäuser und Energie Plus Häuser bei Neubauten und Althaussanierungen".

Quelle: kleinezeitung.at

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