befestigung_110Am 6. April 2009 bebte die Erde rund um die italienische Stadt L´Aquila so stark, dass zahlreiche Gebäude der Belastung nicht standhielten und 299 Menschen ums Leben kamen. Für tausende Menschen galt es, in kürzester Zeit ein neues Heim zu bauen.



"Die Politik in Italien hat kapiert, was in Holz möglich ist“, fasste proHolz-Austria-Geschäftsführer Georg Binder, nach einem Besuch bei den Wiederaufbau-Tätigkeiten im Erdbebengebiet die positive Stimmung dem Holzbau gegenüber zusammen. Führende Betriebe aus Österreich sind – meist über italienische Partner – am Wiederaufbau beteiligt. Unter anderem die Tiroler Binderholz-Gruppe, Wolf Systembau oder Holzbau Schafferer aus Navis.

Strikte Ausschreibung
Der Wiederaufbau sollte in einer qualitativ hochwertigen Bauweise erfolgen. Es war das Ziel die Wohnanlagen nicht als kurzlebige, architektonisch wertlose Übergangslösungen zu errichten, sie sollten auf eine Nutzungsdauer von mehr als 30 Jahren ausgelegt sein, wurde seitens Binderholz, Fügen erläutert. Das Tiroler Unternehmen wurde zu einem großen Teil mit dem Wiederaufbau der in Holz auszuführenden Projekte betraut.
„Das internationale Ausschreibungsverfahren begann im Mai dieses Jahres, unter staatlicher Kontrolle durch den italienischen Zivilschutz („protezione civile“), für 150 Wohnanlagen welche insgesamt 12.000 Menschen ein neues Dach über dem Kopf geben sollten“, erklärt Geschäftsführer Helmuth Spiehs. Das Auswahlverfahren zur Bewertung der eingereichten Konzepte erfolgte mithilfe eines Punktesystems. Die Punkte gliederten sich in Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, architektonische Qualität, Innenausbau, räumliche Effizienz und Bewohnerdichte. Die massive Brettsperrholz-Bauweise ging als Sieger aus dem Wettbewerb hervor.
Das Tiroler Unternehmen konnte mit den Erfolgskriterien Stabilität, Ökologie, Erdbebesicherheit sowie der raschen Bauweise durch den hohen Vorfertigungsgrad und der Energieeffizienz überzeugen. Die rasche Bauweise durch den hohen Vorfertigungsgrad, Energieeffizienz, positives Verhalten im Brandfall und ausgezeichnete statische Eigenschaften waren weitere ausschlaggebende Argumente.

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