Der Fachverband Stein- und Keramische Industrie versucht Terrain gutzumachen und betont die Nachhaltigkeit von Ziegel, Beton & Co. Eine große Forschungsserie wurde vorgestellt.


Noch sind die Ergebnisse eher schwer vermittelbar, weil komplex und/oder kompliziert. Doch der Fachverband Steine und Keramik in der österreichischen Wirtschaftskammer arbeitet energisch an der verständlichen Vermittlung. Die Botschaft lautet: Mögen vielleicht die U-Werte der massiven Wand mit dem Leichtbau nicht mithalten, so sind dafür die Speichermassen ein Bonus. Der Verband nahm viel Geld in die Hand, ließ den Klima- und Energiefonds zur Ader und verteilte 1,2 Mio. € an mehr als ein Dutzend Uni-Institute
und Unternehmen. Das Forschungsvorhaben „Nachhaltigkeit massiv“ wurde am 14. Jänner in Wien präsentiert. FV-Geschäftsführer Carl Hennrich hob die Wichtigkeit der Forschung vor dem Hintergrund wachsender Kostenbelastung für Mieter hervor. Wohnbaustadtrat Michael Ludwig erklärte, dass die Stadt Wien in Zukunft noch stärker in Richtung Passivhausstandard gehen werde.

Einzelne Ergebnisse der Studie:
  • Massivbauten seien sommertauglicher, weil sich die Innenraumtemperatur bei entsprechender Nachtlüftung tagsüber nicht so schnell erhöht.
  • Höhere Lebenszykluskosten ergeben sich, wenn viel Haustechnik eingebaut wird (eine Spitze u. a. gegen Lüftungen im Passivhaus oder Glasarchitektur im Bürohausbau)
  • Bei langfristiger Betrachtung gleichen sich die Kosten der Systeme an.
Insbesondere der TQB-Standard soll nun durch Kriterien ergänzt werden, die für den Massivbau sprechen.

Nachhaltigkeit massiv

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