Rund 700 Stämme wechselten bei der Oberösterreichischen Wertholzsubmission in Sankt Florian Anfang Februar die Besitzer. Der Erlös lag bei knapp 430.000 Euro, der Durchschnittspreis über alle Baumarten betrug 460 Euro je Festmeter, was um 16 % mehr ist als im Vorjahr.
Eine Wertholzsubmission ist für Waldbauern eine lukrative Art, interessante Stämme gewinnbringend zu vermarkten. Foto: Hinterberger/BWV
„Die Wertholzversteigerung beweist den Waldbesitzern, dass gezielte Laubholzbewirtschaftung Sinn macht. Im Qualitätsbereich des Laubholzverkaufes ist sie die wichtigste Vermarktungsschiene“, betont Franz Reisecker, Präsident der Landwirtschaftskammer (LK) OÖ. Die Durchschnittserlöse sind deutlich höher als beim herkömmlichen Holzverkauf.Insgesamt wurden seit der ersten Submission 2004 mehr als 14.000 Laubholz-Stämme mit einem Umsatz von 5,5 Mio. Euro verkauft. Dem Besitzer des teuersten Baumstammes wird dabei alljährlich der „Holzmoar“ sowie die „Goldene Axt“ verliehen. Heuer ging die Auszeichnung an Familie Schweiger aus Wartberg an der Krems, deren Riegelahorn mit 4.066 Euro/fm das höchste Gebot errang und seinem Besitzer über 6.000 Euro einbrachte.

18 verschiedene Baumarten – 80 % Eiche
303 Waldbesitzer lieferten heuer 18 verschiedene Baumarten, von Apfel bis Zwetschke, zur Submission. Besonders gute Nachfrage herrschte wiederum nach der Trendbaumart Eiche, die etwa 80 % des angelieferten Holzes ausmachte, was beweist, dass die bäuerlichen Waldbesitzer gut auf die aktuelle Holzmarktlage reagiert haben. Hohe Preise wurden auch für Schwarz- und Walnuss erzielt, mit Höchstgeboten von 1.330 Euro/fm beziehungsweise 2.250 Euro/fm. Der Durchschnittserlös pro fm Eiche lag bei 487 Euro, was einer Preissteigerung um 12 % gegenüber 2017 entspricht. Wegen des hohen Anteils an Topqualitäten haben heuer 38 nationale und internationale Bieter an der Versteigerung teilgenommen. Sie kamen überwiegend aus Österreich und Deutschland, aber ebenso aus Kroatien und Frankreich. Die Käufer loben besonders die hervorragende Ausformung der Stämme und die Verkaufspräsentation.

Riegelahorn – eine Laune der Natur
Dass häufig Ahornstämme bei Versteigerungen Höchstpreise erzielen, ist einer Laune der Natur zu verdanken. Beim so genannten “Riegelahorn” sind die beim gewöhnlichen Ahorn gerade im Stamm verlaufenden Fasern in sich gewellt. Durch Einwirkung unterschiedlichen Lichteinfalls auf die Schnittflächen entsteht ein spezieller optischer Eindruck, der das Holz vor allem für die Furniererzeugung interessant macht.

Zu den Ergebnissen der 15. Wertholzsubmission 2018
Waldverband Österreich
Waldverband Oberösterreich

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