09.02.2018 – Um zukünftig auch Hochhäuser aus Holz bauen zu können, muss das Holz dichter und stabiler sein. Daran arbeiten zur Zeit US-Forscher.
Laut US-Forscher soll das Holz von Linden, Eichen und Pappeln nach einer Spezialbehandlung drei Mal so dicht und elf Mal so fest sein. Foto: Starmühler
Vermutlich von der Papierherstellung inspiriert, entwickelte ein Forscher-Team um den Materialwissenschaftler Jianwei Song von der Universität Maryland (USA) eine Methode, wie der nachwachsende Baustoff noch besser werden kann.

Mit Chemie und Wärme
Bei dem Verfahren wird das Holz zuerst mit Natriumcarbonat und Natriumsulfat behandelt. Damit können bestimmte Komponenten aus dem Holz, wie z. B. das Lignin oder die Hemicellulose, teilweise herausgeholt werden. „Diese Vorbehandlung wird aber nicht so weit geführt wie beim Papier, wo man die Zellulose komplett gelöst hätte. Man möchte damit einfach für den nachfolgenden Schritt, das Erhitzen und Komprimieren, ein sehr dichtes Material erhalten, das aber noch große Teile der ursprünglichen Holzstruktur behält“, weiß Peter Fratzl. Er ist der Direktor des Max Planck Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam und hat sich eingehend mit der Studie der US-Wissenschaftler beschäftigt. Das Endprodukt besitzt noch die Charakteristik von Holz, ist aber wesentlich dichter und steifer als zuvor. Fraglich ist jedoch noch, ob das bearbeitete und Lignin-arme Holz auch widerstandsfähig genug ist, um langfristig ein ganzes Hochhaus tragen zu können.

Zur Studie
Orf.at

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