Das BMNT hat kürzlich die Ergebnisse der letzten Waldinventur veröffentlicht. Die Zahlen zeichnen ein positives Bild. 
Die Waldinventur beschreibt den aktuellen Bestand in Österreich. Bild: BMNT
Sechs Jahre lang hat es gedauert, nun aber stehen die Ergebnisse der aktuellen österreichischen Waldinventur zur Verfügung. Die Ergebnisse hat das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus nun in einer Presse-Konferenz und Aussendung bekannt gegeben.  

Deckend
„Österreichs Waldfläche hat erstmals die Marke von 4 Millionen Hektar überschritten. Somit ist fast die Hälfte der Österreichischen Staatsfläche Wald“, so Bundesministerin Elisabeth Köstinger. „Fast“ bedeutet in diesem konkreten Fall 47,9 % oder in absoluten Zahlen: 40.178 km2. Das entspricht ungefähr der Fläche der Schweiz oder der Niederlande. 

Die österreichischen Wälder legen dabei etwas 3.400 ha pro Jahr zu. Das entspricht ungefähr 4.762 Fußballfeldern pro Jahr oder der Fläche des 14. Wiener Gemeindebezirks. Das Bundesland mit der meisten Waldfläche ist übrigens die Steiermark (62 %). An letzter Stelle liegen Wien (22 %) und das Burgenland (33 %). 

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Foto: BMNT

Verglichen
Im internationalen Vergleich kann Österreich sich mit diesen Zahlen durchaus sehen lassen. Wie Zahlen aus dem Jahr 2015 zeigen, liegen wir über der gesamten Waldfläche in der EU: ca. 43 %. Deutschland und die Schweiz kommen dabei auf ungefähr ein Drittel. Schweden und Finnland lassen uns mit ihren 68 % und 73 % aber weit zurück. 

Die weltweite Waldfläche liegt übrigens bei 30,8 % der Landfläche (ohne Antarktis). Das Land mit der prozentuell größten Waldfläche liegt übrigens in Lateinamerika: Suriname besteht zu 98,3 % aus Wald. Die absolut größten Waldflächen liegen wenig überraschend in Russland. Danach kommen Brasilien, Kanada, die USA und China. 

Wandelnd
Aber zurück in die österreichischen Wälder. Die bestehen laut der letzten Waldinventur zu größten Teilen aus Nadelbäumen. Konkret: der Fichte. Sie ist weiterhin der gängigste Baum in den hiesigen Wäldern und macht 57,4 % des Bestands aus. Den nächsten Eintrag hat die Buche inne (11,9 %), gefolgt von der Lärche.  

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Foto: BMNT

Der Bestand an Nadelbäumen ist in den letzten Jahren aber zurückgegangen, während Laubbäume zugelegt haben. Das könnte seinen Ursprung im wandelnden Klima haben. Zum einen sind Misch- und Laubwälder eher in wärmeren Regionen zu finden als Nadelwälder. Durch den Klimawandel breiten sie sich also langsam in Richtung Norden aus.  Zum anderen sind Mischwälder resistenter gegen die Effekte des Klimawandels als die Fichten-Monokulturen, die man seit dem 19. Jahrhundert in Österreich anfindet. Die Forstwirtschaft wird diese als Resultat also vorziehen. 

Zum Abschluss noch die Frage: Wie viel Holz ist denn nun eigentlich in Österreichs Wäldern? Auch das wurde bei Waldinventur eruiert. Österreich kommt dabei auf ungefähr 1,173 Mrd m3. Das ist mehr als die Füllmenge des Wörthersees (816,44 Mio m³). Jedes Jahr wachsen dabei 4,2 Mio m3 mehr nach, als wir nutzen. Genug für über 105.000 Einfamilienhäuser aus Holz. (flb)

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Foto: BMNT

Kommentare  

#2 Florian Born_Redaktion 2019-02-06 09:02
Guten Tag Herr Schatteiner,

Die Zahl stimmt, allerdings stimmte der Kontext im letzten Absatz nicht ganz. Es handelt sich dabei um die Menge an Holz, die jedes Jahr mehr nachwächst, als wir nutzen. Entschuldigen Sie bitte diese kleine Ungereimtheit, die wir bereits ausgebessert haben.

Beste Grüße
Florian Born
#1 Gottfried Schatteiner 2019-02-06 08:57
Ein jährlicher Zuwachs von lediglich 4,2 Mio m³ kann aber wohl nicht stimmen, oder?

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