Der Niederösterreichische Holzbaupreis, heuer erstmals europaweit ausgelobt, wurde vergangene Woche in Wieselburg den fünf Gewinnern feierlich verliehen.

Der Kindergarten in Aspangberg – St. Peter, Sieger in der Kategorie „Öffentliche und Kommunalbauten“, sei „Holzerlebnis pur“, so die Jury. Foto: © Andreas Scheriau

Eine achtköpfige Fachjury hatte im Vorfeld aus den insgesamt 72 Objekten die Sieger ermittelt: „Der Holzbaupreis präsentiert Projekte, wo Bauherrinnen und Bauherren, Planer und Holzbaubetriebe Mut zeigten, etwas Neues, Ansprechendes und Nachhaltiges entstehen zu lassen“, so Landesrat Martin Eichtinger. Anlässlich der EU-Wahl am 26. Mai holte der niederösterreichische Holzbaupreis mit der einmaligen Kategorie „Holzbau in der EU“ auch die besten Projekte vor den Vorhang, an denen österreichische Holzbaubetriebe europaweit beteiligt waren. Überzeugen konnte hier die schottische Macallan Whiskey Distillery, deren Gründach auf einem Holzdach zum Liegen kommt, das aus fünf Kuppeln mit auslaufendem Vordach besteht. Die Dachkonstruktion wurde aus 1.800 einfach gekrümmten, auf der Oberseite segmentierten, abgegrateten Trägern mit zweiseitig beplanten Kerto gefertigt.

Die Macallan Whisky Distillery mit ihrer beeindruckenden Dachkonstruktion siegte die Kategorie „Holzbau in der EU“. Foto: © Mark Power/Magnum_Photos
 

 

Die Kategorie „Wohnbauten“ konnte das Co-Sharing House für sich entscheiden. Das Gebäude besteht aus drei kompakten Einzelbaukörpern, die durch einen Arkadengang verbunden sind und ist als Dübelholzkonstruktion aus stehendem Fichtenholz errichtet. Der Holzbau verzichtet komplett auf Verleimung und synthetische Baustoffe.

Das Co-Sharing Haus gewann in der Kategorie „Wohnbauten“. Foto: NÖ Holzbaupreis

 

Die desolate Würzlmühle in Kirchberg an der Wild aus dem 18. Jahrhundert stand im Fokus des Weiterverwendens und Sichtbarmachens und gewann den Preis in der Kategorie „Um- und Zubau“. Das Sanierungskonzept transformiere Bestehendes subtil in Zeitgemäßes, heißt es in der Begründung. 

Die Sanierung der Würzlmühle erwecke den Eindruck, „als wäre alles immer schon so gewesen“. Foto: Foto: © Andreas Scheriau

 

Der Kindergarten in Aspangberg – St. Peter wurde bis auf das Fundament konsequent in Brettsperrholz-Bauweise umgesetzt und überzeugte daher in der Kategorie „Öffentliche und Kommunalbauten“. In der Kategorie „Nutzbau“ gewann das Gebäude von WIBEBA in Wieselburg, das den Standort der holzverarbeitenden Firma markiert und nach die Verwendung von Holz auch nach außen zeigt: „Die reliefartige Außenhaut aus Eichenholz und die scheinbar willkürlich angeordneten Fenster erzeugen eine gewisse Spannung im kubusförmigen Objekt“, informieren die Auslober des Preises, das Land Niederösterreich, proHolz Niederösterreich/Wirtschaftskammer Niederösterreich und die Landwirtschaftskammer Niederösterreich in einer Aussendung.

Das Büro- und Betriebsgebäude der WIBEBA in Wieselburg zeige „nach außen eindrucksvoll die Verwendung des Baustoffes Holz“ und gewann damit in der Kategorie „Nutzbau“. Foto: © Andreas Scheriau

 

Beim heurigen Publikumsvoting gewann das Objekt iT, Sommerhaus auf Stelzen. Rund 68.000 Stimmen wurden für das Siegerobjekt abgegeben. (cst)

Holzbaupreis Niederösterreich

Begründungen der Jury 2019

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