Für noch knapp zwei Monate reichen den österreichischen Sägewerken ihre Rundholzvorräte – laut österreichischer Sägeindustrie ein historischer Tiefststand.

"Die Holzversorgung der österreichischen Sägeindustrie ist gefährdet", betont der Vorsitzende der Österreichischen Sägeindustrie, Hans Michael Offner. "Der Rundholzvorrat der Sägeindustrie reicht nur noch für 1,9 Monate. Das ist der historische Tiefststand", warnte Offner diese Woche. 

"Normalerweise haben wir zu dieser Jahreszeit einen durchschnittlichen Vorrat von 3,3 Monaten", erklärte Offner. Dies sei der Durchschnittswert der letzten zehn Jahre für diese Jahreszeit. Auch der Holzpreis sei höher als gewöhnlich. Der durchschnittliche Rundholzpreis liegt mehr als 5 Euro über dem Durchschnittspreis der letzten 10 Jahre.

Grund für diese Entwicklung sei laut Offner auch, dass zu wenig Holz aus dem Inland zur Verfügung stehe. Ein Mindereinschlag sei vor allem beim Kleinwald feststellbar. Abhilfe könnten nur Importe schaffen, beklagte Offner. 

Die österreichische Sägeindustrie ist ein Industriebereich mit ca. 1.200 Betrieben, bei denen annähernd 10.000 Arbeitnehmer beschäftigt sind. Die Sägeindustrie ist der größte Holzverarbeiter innerhalb der gesamten Holzwirtschaft. Die Exportquote liegt bei zwei Drittel der Produktion. Österreich ist der fünftgrößte Exporteur von Schnittholz weltweit.

Quelle: Apa OTS

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