Ein Stelldichein der „Holzköpfe“ in Innsbruck: Die Holzbau-Experten treffen einander beim „Forum Holzbau International“, um die Trends der Branche auszuloten. Ihr „holzmagazin“ ist dabei und berichtet laufend. Zum Beispiel über die Auftaktveranstaltung.

Marcel Dresse von B+L Marktdaten, Bonn, skizzierte die zunehmende Bedeutung der Digitalisierung. Foto: Starmühler
Marcel Dresse von B+L Marktdaten, Bonn, skizzierte die zunehmende Bedeutung der Digitalisierung. Foto: Starmühler

Holzbau in der Stadt, in der Sanierung, im Neubau, im Hallenbau, bei Brücken oder Plattformen: Wohin der Trend geht, das diskutiert man vom 4. - 6. Dezember in Innsbruck. Dorthin übersiedelte das „Forum Holzbau International“, normalerweise tagt man in Garmisch Partenkirchen. Das „holzmagazin“ wird Ihnen berichten, wir interviewen die Branchen-Zampanos, um Sie an den Themen teilhaben zu lassen.

So ist zum Beispiel schon aus der Programmplanung der Veranstalter (die Universitäten von Helsinki, FH Biel, TH Rosenheim, TU München, TU Wien, Northern British Columbia) erkennbar, dass große Brocken bewältigbar sind: Dem Ingenieurbau wird viel Platz eingeräumt.

Auch Modulbau kommt zu einigen Slots in den Vorträgen, daneben wird das wirtschaftliche Umfeld beleuchtet, das für den Holzbau immer erfreulicher zu werden scheint. „Marktpotentiale für serielles und modulares Bauen“ heißt zum Beispiel ein Vortrag, den Marcel Dresse von B+L Marktdaten aus Bonn hielt. Und dabei dreht sich viel um die Städte, die eine ideale Markterweiterung verheißen, weil der Holzbau bei Verdichtung und Aufbauten im urbanen Bereich eine gute Basis hat.

Engpass Maurer?
Doch Dresse wies darauf hin, dass bei aller Euphorie in den kommenden Jahren auch Engpässe zu beachten sind: So werden die zuliefernden Gewerke (wie zum Beispiel Maurer) möglicherweise nicht die Kapazitäten haben werden, die vom Holzbau nachgefragt werden können.

Dresses Ansatz: Die Innovation ist nicht das Komplettangebot, sondern die konsequente Digitalisierung aller Schritte. Er zeigte das Beispiel eines niederländischen Hausanbieters, der seine Produkte – wie der Autobauer Tesla – fast nur online verkauft. Dort kann man mittels Haus-Konfigurator SEIN Haus online zusammenstellen.

Serielles Bauen sei im Kommen, auch in der Wahrnehmung der Kunden (Stichwort: Brettsperrholz). Doch erst wenn der Digitalisierung noch weiter greifen kann, werden Kostenvorteile und Zeitersparnisse lukriert.

Weitere Beispiele zur ihf-Auftaktveranstaltung kamen aus England (Swan Housing Group) oder Deutschland (Neckarbogen Heilbronn“) zeigen vielversprechende Umsetzungen im städtischern Bereich.

(hst)

 

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