Das Innovationsprojekt „Build-in-Wood“ will Holz zur gängigen Materialwahl für den Bau mehrstöckiger Gebäude machen.

Der vermehrte Bau von mehrgeschossigen Holzgebäuden könnte die CO2-Emissionen des Bausektors deutlich reduzieren. Foto: © archimos

21 Partner aus 12 Ländern arbeiten im Rahmen von „Build-in-Wood“, das mit Mitteln aus dem Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020 der Europäischen Union ausgestattet wurde, an der Reduzierung der CO2-Emissionen durch verstärkte Verwendung von Holz für großvolumige Gebäude. Auch proHolz Tirol setzt sich innerhalb des Projekts europaweit mit den Möglichkeiten des großvolumigen Holzbaus intensiv auseinander.

Konkret sollen der Bau von Drei- bis Zehngeschossern mittels standardisierter Verfahren vereinfacht und gleichzeitig die ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen dokumentiert werden. Durch jahrelange gezielte Reformen wurden zwar die Emissionen beim Betrieb von Gebäuden erheblich reduziert, jedoch sei der Produktion von Baumaterialien und dem Bauprozess hierbei zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt worden, informiert proHolz Tirol in einer Aussendung.

Die Projektpartner repräsentieren die gesamte Wertschöpfungskette vom Baumaterial bis zum fertigen Bauwerk. Neben der Planung von Gebäudesystemen bezieht das Projekt auch Endverbraucher, Politiker und lokale Gemeinschaften mit ein, um das Wissen und die Akzeptanz von Holz als Baumaterial in der europäischen Gesellschaft zu erhöhen. Die Stadt Innsbruck zeige konkretes Interesse an dem Projekt, heißt es weiter: „Wenn es um die Reduzierung der CO2-Emissionen geht, muss der Einsatz von Holz im Bauwesen erhöht werden“, kommentiert Innsbrucks Bürgermeister Georg Willi.

Derzeit gebe es eine Reihe von Hindernissen für die Verbreitung und Akzeptanz von mehrgeschossigen Holzbauvorhaben in Europa, wie etwa ein allgemeiner Mangel an Fachkräften und an Erfahrungen bei den Entscheidungsträgern mit dem Baustoff Holz. „Build-in-Wood“ möchte diese Barrieren beseitigen und Lösungen für den mehrstöckigen Holzbau vorstellen. „Im Sinne der Energieautonomie und des Klimaschutzes müssen wir nicht nur den Energiebedarf eines Hauses nach der Fertigstellung betrachten, sondern die Energiebilanz unserer Gebäude gesamthaft anschauen. Hier sind Häuser ‚Build in Wood‘ unschlagbar. Nicht nur, was den Baustoff selbst, sondern auch was die Bauphase anlangt“, so Tirols Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler.

Das Projekt „Build-inWood“ läuft über vier Jahre bis August 2023. (cst)

„Build-in-Wood“

proHolz Tirol 

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