Trotz florierender Baukonjunktur entwickelte sich die Nachfrage nach Dachmaterial für geneigte Dächer in Deutschland laut Marktanalyse von Branchenradar.com im Jahr 2019 leicht rückläufig.

Den Herausforderungen des Marktes stehen die Hersteller von Dachmaterial nahezu ohnmächtig gegenüber, da man trotz hohem Organisationsgrad in verschiedenen Verbänden auf politischer Ebene kaum Durchschlagskraft entwickle, so Branchenradar.com Foto: pixabay.com

Der Trend der letzten Jahre setzt sich heuer fort: Der Markt für geneigte Dächer in Deutschland schafft auch im Jahr 2019 den Turnaround nicht. Bei nahezu konstantem Durchschnittspreis sinken die Herstellererlöse voraussichtlich um rund ein Prozent auf 950 Millionen Euro. Vom Abschwung seien erlösseitig im Vergleich zum Vorjahr Dachziegel (-1,2), Bedeckungsmaterial aus Faserzement (-4,5 %) sowie Bitumenprodukte (-1,4 % ) betroffen. Moderate Zuwächse verzeichneten Beton-Dachsteine, Metalleindeckungen entwickelten sich seitwärts, so Branchenradar.com in einer Aussendung.

Die Daten zeigten außerdem, dass Hersteller an zwei Fronten kämpfen, heißt es weiter. Verantwortlich für die nun bereits sieben Jahre anhaltende Absatzerosion sei zum einen das konstant rückläufige Sanierungsgeschäft: „Alleine in den letzten vier Jahren hat man hier acht Prozent des Absatzvolumens verloren, nicht zuletzt, weil vielerorts Sanierungsvorhaben infolge des Fachkräftemangels nicht umgesetzt werden konnten.“ Zum anderen lieferte aber auch der Neubau kaum Wachstumsimpulse, heißt es weiter. Grund dafür sei die bei Neuerrichtungen steigende Bedeutung von kubischen Baukörpern mit geringerer Geschossfläche sowie Pult- und Flachdächern. Obwohl Pultdächer oftmals mit Dachziegeln oder Beton-Dachsteinen gedeckt würden, ist die zu bedeckende Dachfläche im Vergleich zu Sattel- oder Walmdächern deutlich geringer. (cst)

Branchenradar.com 

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