Die Österreichischen Bundesforste ÖBf beginnt die heurige Aufforstungsaktion: Über 40 verschiedene Baumarten werden im ganzen Land gesetzt.

Jedes der 1,8 Millionen Bäumchen muss händisch gepflanzt werden. Foto: ÖBf-Archiv/W. Simlinger

Gepflanzt wird in allen 120 Forstrevieren der Bundesforste von den Donauauen östlich von Wien bis zum Arlberg im Westen. „Dort, wo der Wald nur langsam oder gar nicht wächst, helfen wir nach und pflanzen die Bäume, die wir für den Wald der Zukunft brauchen“, sagt Rudolf Freidhager, Vorstand der Österreichischen Bundesforste für Forstwirtschaft und Naturschutz. „2020 werden wir rund 12 Millionen Euro in die Waldpflege investieren, mehr als zwei Millionen werden allein in die Aufforstungen fließen.“

Mit rund 400.000 Jungpflanzen werden die meisten Bäume im Bundesland Salzburg gepflanzt, wo die Wälder wiederholt durch Stürme und Schneedruck in Mitleidenschaft gezogen wurden, so die ÖBf in einer Mitteilung. Mit rund 370.000 Jungpflanzen folgt Niederösterreich, wo insbesondere im Waldviertel aufgrund von Trockenheit und Borkenkäferbefall ein rascher Waldumbau nötig sei, heißt es. Vor allem in Schutzwald-, aber auch in Sturmgebieten sind Aufforstungen in Oberösterreich mit etwa 350.000 Jungbäumen und in der Steiermark mit rund 280.000 Jungbäumen geplant. Aufgeforstet wird auch in den Gebirgswäldern Tirols mit 200.000 Jungpflanzen und in Kärnten mit circa 160.000 Pflanzen.

Während in den tieferen Lagen im Osten des Landes verstärkt Laubhölzer wie Eiche, Ahorn, Edellaubhölzer wie Speierling und Elsbeere eingebracht werden, seien es in den inneralpinen, höheren Lagen vorwiegend Lärche, Tanne, Zirbe oder auch Buche. Abseits der Aufforstungen forciere man den natürlichen Nachwuchs in den Wäldern, da die von Natur aus aufkommenden Pflänzchen am widerstandsfähigsten seien. „Gerade in Zeiten des Klimawandels brauchen wir gesunde und intakte Wälder jedoch mehr denn je zuvor“, so Freidhager. „Der Wald der Zukunft wird ein bunter, facettenreicher Mischwald sein, da artenreiche Wälder stabiler gegen Umwelteinflüsse und weniger anfällig für Schädlinge sind und den Folgen des Klimawandels besser gewachsen sein werden.“ (cst)

Österreichischen Bundesforste ÖBf

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