Die Studie „Wald und Biodiversität“ im Auftrag des Bundesforschungszentrums für Wald (BFW) untersucht die Bedeutung dieser Thematik für Jugendliche.

Das Ende der UN-Dekade der Biodiversität nahm das BWF zum Anlass, durch die Studie das Thema Wald-Biodiversität mehr ins Zentrum zu rücken. Foto: Unsplash

400 SchülerInnen zwischen 11 und 17 Jahren aus ganz Österreich beteiligten sich an der Onlinestudie, die das Institut für Jugendkulturforschung in Wien im Auftrag des BWF durchgeführt hat. Laut den Ergebnissen der Befragung wird der Wald vor allem als Naturraum wahrgenommen, wohingegen der Wald als Arbeitsplatz und Wirtschaftszweig nur bedingt in den Köpfen der Jugendlichen verankert ist - mit dem Begriff Biodiversität können nur wenige etwas anfangen.

Was konkrete Handlungsmaßnahmen betrifft, seien Österreichs SchülerInnen der Meinung, dass sie die Fehler der älteren Generationen beim Naturschutz „ausbaden müssen“, so das BFW in einer Aussendung zu der Untersuchung. Nach Ansicht der Jugendlichen sollten sich vor allem auch Politik und Wirtschaft stärker um die Themen Natur-, Umwelt- und Klimaschutz kümmern. Generell zeige sich laut BFW bei jungen Frauen und SchülerInnen aus allgemein- und berufsbildenden höheren Schulen sich eine größere Bereitschaft zum Engagement im Vergleich zu SchülerInnen aus Mittel-, Fach- oder Berufsschulen.

Auffallend sei auch der Trend zum Ad-hoc Engagement. Bevorzugt werde ein loses Involvement, das durch geringe Bindung und zeitliche Begrenzungen gekennzeichnet ist: „Entgegen Erwartungen mancher wollen junge Menschen also keine idealistischen HelferInnen sein, sondern werden durch eine pragmatische Gegenüberstellung von persönlichen Kosten und Nutzen motiviert.“ Das BFW plant nun aufgrund der Studienergebnisse Unterrichtsmaterialien sowie Fort- und Weiterbildungen anzubieten, die Interessierten das nötige Handwerkszeug mitgeben, um das Thema Wald und die biologische Vielfalt für Jugendliche erlebbar und attraktiv zu machen.

Der Fokus richte sich dabei auch darauf, dass Biodiversität bereits in kleinem Rahmen beobachtet und gefördert werden kann, zum Beispiel im Blumentopf auf der eigenen Fensterbank. „Wichtig ist es, diese Erkenntnisse auch an MultiplikatorInnen wie LehrerInnen und WaldpädagogInnen weiterzugeben“, so BFW-Leiter Peter Mayer. (cst)

Bundesforschungszentrums für Wald https://bfw.ac.at/rz/bfwcms.web?dok=11474

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