Rekordtemperaturen, Schneemassen und extreme Trockenperioden haben 2019 bestimmt und erneut zu zahlreichen Schadereignissen in den Wäldern geführt.

Mit 79 % bzw. rund 1,1 Mio. Erntefestmetern sei der Schadholzanteil nach Rückgängen in den Vorjahren laut ÖBf wieder angestiegen. Foto: © ÖBf-Archiv/Wolfgang Simlinger

„2019 war für die Bundesforste ein mehr als durchwachsenes Waldjahr. Es war so stark wie nie zuvor von den massiven wirtschaftlichen Auswirkungen des Klimawandels geprägt“, so Rudolf Freidhager, Vorstandssprecher und Vorstand für Forstwirtschaft und Naturschutz. Im Vergleich zum Vorjahr seien die Klimawandelkosten von 23,6 Millionen um fast das Doppelte auf 42,1 Millionen Euro gesteigen. „Innerhalb der letzten drei Jahre haben sich die Kosten, die indirekt oder direkt mit dem Klimawandel zusammenhängen, sogar verdreifacht.“

Dennoch konnte die Österreichische Bundesforste AG das Geschäftsjahr 2019 mit einem positiven Ergebnis abschließen. Die Betriebsleistung ging von 238 Millionen im Jahr 2018 auf 222,4 Millionen Euro zurück, der Gewinn vor Steuern (EBT) sank im Vergleich zum Vorjahr von 26,4 Millionen auf 13,4 Millionen Euro, das EBITDA auf von 39,7 Millionen auf 24,4 Millionen Euro. Die nachhaltige Holzerntemenge wurde mit 1,461 Millionen Erntefestmetern trotz starker Marktverwerfungen und des erhöhten Schadholzanteils eingehalten.

Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid19-Krise und der forstlich schwierigen Lage werden der weitere Ausbau der nicht-forstlichen Geschäftsbereiche und die Fortsetzung des erfolgreichen Investitionsprogramms immer wichtiger, heißt es in einer Aussendung. „Unser Kerngeschäft bleibt weiterhin der Bereich Forst/Holz. Doch der Anteil der nicht-forstlichen Bereiche an der Gesamtbetriebsleistung ist stetig am Wachsen und liegt aktuell bei 45 %, 2018 waren es noch 42 %“, sagt Georg Schöppl, Vorstand für Finanzen und Immobilien.

Im Wald wolle man verstärkt auf Vorrats- und Wertaufbau setzen, die Wälder pflegen, dem Klimawandel anpassen und den Waldumbau mit aller Konsequenz vorantreiben. „2020 wird voraussichtlich das schwierigste Jahr in der Geschichte werden, nicht zuletzt, weil zusätzlich zur Covid19-Krise auch die Situation am Holzmarkt unverändert angespannt bleiben wird“, meint Freidhager. (cst)

Österreichische Bundesforste ÖBf 

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