Der Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie (VHI) möchte Pläne der Bundesregierung verhindern, die energetische Nutzung von Holz in Biomassekraftwerke zu fördern. Ohne ein Umsteuern bei der Verfeuerung von Holz drohe im Jahr 2020 eine Versorgungslücke in Höhe von rund 30 Mio. Kubikmetern des Baustoffs.

Laut VHI kann der Ausbau von Biomassekraftwerken die Holzversorgung in Deutschland gefährden. Die vom VHI vertretenen Möbel- und Holzbau-Unternehmen fürchten, dass ihnen ohne ein Umsteuern in 10 Jahren der Rohstoff ausgeht.

Die Bundesregierung solle deshalb Pläne aufgeben, die eine energetische Nutzung – also das Abholzen und sofortige Verbrennen – fördern, heißt es beim VHI, weil dadurch eine mögliche Rohstoffkrise zusätzlich angeheizt werde.

Auf Unverständnis stößt die Kritik bei der Biomasse-Branche. "Die energetische Nutzung von Holz zu beschränken, wäre aus Gründen des Klimaschutzes der völlig falsche Ansatz", sagte Martin Kaltschmitt, Geschäftsführer des Deutschen Biomasse-Forschungszentrums (DBFZ) dem Handelsblatt.

Er bestätigt aber, dass es künftig tatsächlich eine Lücke geben könnte, weil Holz derzeit sowohl als Zellstoff als auch zur Energieproduktion verstärkt eingesetzt werde: "Deswegen müssen wir schauen, dass wir die Ressource effizienter nutzen."

Biomassekraftwerke werden derzeit vor allem mit Holz betrieben. Der VHI fordert deswegen, dass die Kraftwerksbetreiber den Brennstoff selbst auf Plantagen anbauen.

Quelle: VHI
Foto: VHI

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