Ein Forschungsprojekt beschäftigt sich mit einem Schallschutz-Klassifikationssystem, das eine Beurteilungsskala für die akustische Qualität von Holzhäusern definieren soll.

Das Schallschutz-Klassifikationssystem soll helfen, frühzeitig Auseinandersetzungen zwischen Bauherren und Bauschaffenden vorzubeugen. Foto: Holzbau Deutschland

Auf Basis der Hörwahrnehmung will das Holzbau Deutschland Institut gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP einen Bewertungsmaßstab für die Praxis ableiten, der eine eindeutige Einstufung von Holzbau-Deckenkonstruktionen in Holzhäusern hinsichtlich ihrer Schallschutzwirkung ermöglicht. Existierende Schallschutzkennwerte werden dafür in einen leicht verständlichen und einfach kommunizierbaren Erwartungswert übersetzt. Ein solches Verfahren mache den Trittschallschutz für Laien verständlich und bilde die Lebensrealität der Bewohner deutlich besser ab, informiert Holzbau Deutschland in einer Aussendung.

Die Schallschutz-Qualitätsstufen werden durch Messungen in zahlreichen Holzhäusern mit unterschiedlichen Deckenaufbauten, mittels Befragungen der BewohnerInnen und Probandenversuchen in Laboren des Fraunhofer IBP ausgearbeitett, heißt es weiter. Das interdisziplinäre Team forsche dabei in enger Abstimmung mit einem erweiterten Projektteam aus Verbänden und der Industrie.

Das Projekt soll die Akzeptanz gegenüber der Holzbauweise steigern sowie zu deren qualitativem Wachstum beitragen. Ein psychoakustisches Schallschutz-Klassifikationssystem sei ein wirkungsvolles Instrument, das maßgeblich zur Ausräumung von Vorbehalten und Hemmnissen im Vorfeld einer Investitionsentscheidung beitragen könne. Ein wesentliches Element sei daher auch die Erarbeitung eines Leitfadens, der planende und ausführende Unternehmen dabei unterstützt, die Qualität des baulichen Schallschutzes unter Berücksichtigung der akustischen Besonderheiten fachgerecht auszuarbeiten und herzustellen. (cst)

Holzbau Deutschland 

Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP 

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