Die Ergebnisse des Projektes Care4Paris zeigen, welchen Beitrag der Wald in Zukunft leisten kann, um die Erderhitzung einzudämmen.

Weniger Holz als Ersatz für fossile Rohstoffe bedeutet zusätzliche Emissionen von fossilem Kohlenstoff in die Atmosphäre - die Treibhausgasbilanz des Waldes könnte zukünftig deutlich schlechter ausfallen. Foto: © M. Deweis

Das Bundesforschungszentrum für Wald (BFW), die Universität für Bodenkultur (BOKU), Wood K plus und das Umweltbundesamt haben an der Studie mitgearbeitet, in der Szenarien für die Waldbewirtschaftung bis 2150 erstellt und gezeigt wurde, wie und ob der Wald künftig als Kohlenstoffspeicher wirken kann. Die Szenarien gehen von unterschiedlichen Klimaveränderungen und Anpassungsstrategien für den österreichischen Wald aus und zeigen mögliche Entwicklungen. Schwerpunkte des Projekts sind die Treibhausgasbilanz des Waldes, die Treibhausgasbilanz von Holzprodukten und die Vermeidung von Treibhausgas-Emissionen durch den Einsatz von Holzprodukten.

Der österreichische Wald nimmt Kohlenstoffdioxid aus der Luft auf und speichert ihn im Holz - dieser Kohlenstoff-Vorrat nimmt derzeit zu und hilft beim Klimaschutz. Wird die globale Erderwärmung nicht wie im Pariser Klimaschutzabkommen beschlossen auf unter 2° C begrenzt, ist dieser Beitrag gefährdet, so das Umweltbundesamt in einer Aussendung. Österreichs Wald werde noch für die nächsten 30-100 Jahre eine CO2-Senke darstellen, danach zeigen die Szenarien ein anderes Bild: Der Wald wird früher oder später zur CO2-Netto-Emissionsquelle, weil der Zuwachs langfristig zurückgehen wird. Faktoren dafür sind schlechtere Wuchsbedingungen (Zunahme von Trockenperioden), steigender Schadholzanfall (Schädlingsbefall, Wetterextreme) und die Art der Bewirtschaftung (vorzeitige Nutzung oder Überalterung).

Holz habe sich als unverzichtbarer Rohstoff für die post-fossile Zukunft Österreichs erwiesen, heißt es weiter. Mit Holzprodukten und ihrem vergleichsweise kleineren Treibhausgas-Fußabdruck können Emissionen vermieden werden, was sich über den gesamten Simulationszeitraum 2020 bis 2150 dauerhaft positiv auf die Treibhausgas-Bilanz augewirkt hat. Auch dann, wenn der Wald zur Emissionsquelle wird und sich auch der Treibhausgas-Fußabdruck von Ersatzprodukten durch dekarbonisiertes Wirtschaften verringert. Fazit des Umweltbundesamts: „Eine nachhaltige, kreislauforientierte Bioökonomie und der Green Deal der Europäischen Kommission bieten dazu Konzepte der Zukunft.“ (cst)

Umweltbundesamt 

Endbericht Care4Paris

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