Auf der Petzen in Südkärnten soll der erste Windpark entstehen, dessen Windräder auf Holzmasten fixiert sind. Sie sollen Ökostrom für rund 13.000 Haushalte erzeugen.

Die Idee Windräder aus Holz zu bauen, ist nicht neu. Doch wegen der riesigen Dimensionen moderner Windräder galt der Werkstoff bisher als nicht ausreichend belastbar. Auf dem 2000 Meter hohen Petzen in Südkärnten soll bald der Gegenbeweis stehen. Dort ist ein Windpark geplant, dessen bis zu acht Windräder auf 80 Meter hohen Holzmasten aus heimischen Fichten- und Kiefernholz befestigt sind. Für den Bau von Windrädern wäre das weltweit einzigartig.

Hergestellt werden die Türme in Leimbinderbauweise. Das Holz hält so laut Anlagenbauer AMCS Windtec größere Belastungen als Stahl aus und hat auch eine höhere Lebensdauer. Der nachwachsende Rohstoff verbessert außerdem die CO2-Bilanz und könnte nachhaltige Impulse für Kärntens Holzindustrie setzen. Das Exportpotenzial wäre enorm, wenn die Pilotanlage ein Erfolg wird.

Auf die Holzmasten werden von Windtec, dem weltweiten Markt- und Innovationsführer bei der Einwicklung von Windkraftanlagen modulare Rotorblatt-Segmente montiert, die maximal elf Meter lang sind und so auf den vorhandenen Forstwegen transportiert und vor Ort auf Steckverbindungsbasis montiert werden können.

Das Projekt wurde kürzlich erstmals Landesregierung und Gemeinden präsentiert. Finanziert werden soll es von privaten Investoren mit der Kelag als Partner. Die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden sind nicht abgeneigt. "Eine gute Sache", sagt der Bleiburger Bürgermeister Stefan Visotschnig, "die Region könnte energieautark werden". Fritz Flödl, Bürgermeister von Feistritz ob Bleiburg, ist dagegen "gespannt auf die öffentliche Diskussion".

Quelle & Hintergrund: Kleine Zeitung
Foto: Bleiburger Volkspartei

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