Im Rahmen eines mehrtägigen Festprogramms wird derzeit die Dependence des Centre Pompidou in Metz eröffnet. Vom 12. bis zum 16. Mai haben Besucher erstmals die Möglichkeit den 70 Millionen teuren Holzbau des Architektenteams Shigeru Ban und Jean de Gastines zu besuchen.

Hingucker des neuen Museums ist die Dachkonstruktion. Sie ist laut Architekten einem chinesischen Bambus-Hut nachempfunden und zeigt durch ihre geschwungene Form, was im Holzbau heute möglich ist. Das Fachwerkgeflecht besteht aus 1600 Teilen, die zu Hexagonen zusammengeleimt und verschraubt wurden. Es besteht hauptsächlich aus österreichischem Fichtenholz. Nur die vier „Tulpenstützen“ sind aus Lärchen- und die rund 3000 Knoten aus Buchenholz.

Insgesamt wurden für den 10.000 Quadratmeter großen Bau 800 m³ Holz verarbeitet. Darüber spannt sich eine Dachhaut, die aus Glasfaser und Teflon besteht. Deren 32 verschweißte Paneele sind lichtdurchlässig, wodurch das Innere sehr hell und luftig wird. Außerdem zeichnet sich dadurch nachts, wenn das Gebäude erleuchtet ist, das Fachwerk gut unter der Dachhaut ab.

Höhepunkt der Eröffnungsfeierlichkeiten ist der kommende Samstag. Am 15. Mai findet parallel die französische Nacht der Museen statt, die bis Sonntag dauert. Der Eintritt ist frei.

Hintergrundinfo: Centre Pompidou Metz
Bild: Centre Pompidou

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