Am 21. März, dem Internationalen Tag des Waldes, hat die Linde den Titel „Baum des Jahres“ offiziell von der Erle übernommen.

Auch heute noch findet sich in vielen Dörfern Linden an zentralen Orten. Foto: pixabay.com

Seit 1994 wird vom Kuratorium Wald gemeinsam mit dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus BMLRT im Jahresrhythmus eine andere Baumart in den Mittelpunkt gestellt. Heuer wird diese Ehre der Linde zuteil: Schon seit Jahrtausenden spielen die heimischen Linden eine zentrale Rolle in fast jeder Dorfgemeinschaft. Unter der Linde am Dorfplatz wurden Feste abgehalten, gefeiert und getanzt, aber auch Gericht gehalten – unter der Linde erhofften sich die Menschen ein milderes, linderes Urteil als unter Eichen, so das Kuratorium Wald auf seiner Webseite. Den Germanen und Slawen galt der bis zu 30 Meter hohe Baum mit breit ausladender Krone als heiliger Ort, er spielte auch in unzähligen Gedichten, Sagen und Mythen eine Rolle.

Zur Pflanzengattung der Linden gehören ungefähr 40 verschiedene Arten. Drei davon, nämlich die Sommerlinde, die Winterlinde und die Silberlinde kommen in Europa vor. Blütezeit ist von Mai bis Juli - Bienen finden in Lindenblüten eine große Menge an Pollen und Nektar, informiert das BMLRT. Die Bäume haben eine graue Rinde mit länglichen Furchen, werden 10 bis 30 Meter hoch und können bis zu 800 Jahre alt werden. Als Standort wählen sie kalkhaltige, sandige und lehmige Böden. Das Holz der Linde ist rot-gelblich, die Blätter sind herzförmig.

„Die Linde gilt als Baum der Gemeinschaft. Mit der Auswahl der Linde zum Baum des Jahres 2021 unterstreichen wir damit die Wichtigkeit des Zusammenhaltes in unserer Gesellschaft in schwierigen Zeiten“, so Bundesministerin Elisabeth Köstinger. (cst)

Kuratorium Wald 

BMLRT 

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