Nach 2005 und 2015 wurde in der vergangenen Woche zum dritten Mal der Holzbaupreis Wien verliehen.

Das VinziDorf Wien, mit seiner „Architektur, die Bescheidenheit nicht als qualitatives Hindernis begreift“, wurde von der Jury mit einem Sonderpreis gewürdigt. Foto: © proHolz Austria, Bruno Klomfar

56 Projekte, die zwischen Juni 2015 und Juni 2021 in Wien fertiggestellt wurden, waren im Vorfeld in den Kategorien „Wohnbau“, „öffentlicher und kommunaler Bau“, „Gewerbebau" und „Innenausbau/Umbau/Sonstige“ eingereicht worden. Die fünfköpfige Fachjury wählte aus den Einreichungen vier Preisträger, einen Sonderpreis und sechs Auszeichnungen, insgesamt wurden Preisgelder in der Höhe von 12.000 Euro vergeben.

Der ökologische Gesamtansatz, die räumliche Großzügigkeit und die fachgerechte Ausführung des Holzbaus beeindruckte die Jury beim Preisträger Kindergarten Pötzleinsdorf. Die Wohnanlage Paulasgasse, die ebenfalls einen der Preise erhielt, überzeugte durch die städtebauliche Integrität, das differenzierte Freiraumangebot und die holzbautechnische Umsetzung. Einen weiteren Preis bekam das Ilse Wallentin Haus BOKU Wien, in dem die „sinnliche Präsenz des Holzes eine freundliche Lern- und Arbeitsumgebung“ schafft. Auch das HoHo Wien, mit 84 Metern das derzeit höchste Holzhochhaus in Österreich, ist unter den Preisträgern: Ausführungsqualität, das einfache Grundkonzept und die strategische Herangehensweise konnten die Jury überzeugen.

Die besichtigten und prämierten Bauten zeigten, dass der Holzbau längst kein Fremdkörper mehr in der Stadt sei, so die Jury in einem Statement. Die Kombination verschiedener Holzbauweisen und Holzwerkstoffe erlaube es längst, technisch und ökonomisch großvolumige und mehrgeschossige Bauten in Holz in der Stadt zu realisieren. Die atmosphärischen und haptischen Qualitäten des Holzbaus kämen besonders dort zum Vorschein, wo der Holzbau sichtbar belassen wurde. Man wünsche sich für die Zukunft „mehr Mut zur Holzsichtigkeit, mehr Experimentierfreude und Vertrauen in die technologischen und pädagogischen Fähigkeiten des Holzbaus.“

Der wienwood 21, ausgeschrieben von proHolz Austria in Kooperation mit dem Architekturzentrum Wien, der Stadt Wien und unterstützt von Wiener Städtische Versicherung, zeige eine weitere Ausdifferenzierung der Anwendungsmöglichkeiten des Baustoffes Holz, heißt es in einer Aussendung. Von demontierbaren, temporären Bauten für den städtischen Raum bis hin zum stadtbildprägenden Hochhaus - die vielfältigen Vorteile des Baustoffes Holz im Kontext der ökologischen Herausforderungen seien ein immer wichtiger werdendes Argument für den Holzbau in der Stadt. (cst)

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Prämierte Objekte 2021 

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