Der Verein Kuratorium Wald kürt jährlich eine Baumart zum „Baum des Jahres“. Für 2022 ist dies die Rotföhre. Ein Porträt.

Pinus Sylvestris – die Rotföhre. Foto: A. bremner/Flickr

Mit der Nominierung der Rotföhre (Pinus sylvestris) zum Baum des Jahres soll besonders auf den „Wald im Klimawandel“ hingewiesen werden. Die Rotföhre ist ein stresstoleranter Baum, der sein Hauptverbreitungsgebiet im skandinavischen Raum hat und an karge Verhältnisse und Kälte gewöhnt ist. Bei zu großer Hitze und Trockenheit geraten die Bäume mit grober, schuppiger Borke an ihre Grenzen.

Überlebenskünstlerin
Der Baum kann bis zu 600 Jahre alt werden und einen Stammdurchmesser von bis zu über einem Meter erreichen. Sie wächst auf sehr unterschiedlichen Standorten, moorig genauso wie trocken, felsig oder sandig. Obwohl die Rotföhre sehr konkurrenzschwach anderen Baumarten gegenüber ist, ist sie sehr robust und kommt mit extremen Bedingungen und Standorten gut zurecht. Dadurch, dass sie wie keine andere heimische Baumart mit sehr wenig Wasser auskommt, besiedelt sie auch Orte, die sonst baumfrei wären, wie z. B. Felsspalten. Angesichts des Klimawandels ist die Rotföhre besonders anpassungsfähig.

Nutzbaum
Die Rotföhre ist ein forstwirtschaftlich wichtiger Baum. Früher wurde ihr Harz z. B. für die Herstellung von Terpentin genutzt, heute wird ihr Holz v. a. in der Baubranche gerne verwendet. Deshalb findet man sie nicht nur in ihren natürlichen Lebensräumen, sondern auch kultiviert.

Lebensraum
Die Rotföhre bietet einer Vielzahl von Insekten, Pilzen und Vögeln Lebensraum. Manche dieser Arten setzen der Pflanze zu, andere unterstützen sie. Bestimmte Pilzarten an den Wurzeln helfen dem Baum bei der Nährstoff- und Wasseraufnahme.

Wie es mit der Rotföhre in Österreich in Zukunft weitergehen kann und welche herausragenden Vorteile sie für die Artenvielfalt hat, ist in der 2022 erscheinenden Broschüre „Baum des Jahres 2022“ nachzulesen. Diese erscheint jedes Jahr pünktlich zum internationalen Tag des Baumes am 25. April. Über die Webseite des Kuratorium Wald ist diese und mehr Informationen zur Rotföhre erhältlich.

www.kuratoriumwald.com

APA-OTS

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