Warum die deutsche Holz-Wirtschaft nun in Berlin ein eigenes Haus gebaut hat.

Viel Holz im gleichnamigen Haus: Berlin zeigt, wie Holz verwendet werden kann und rührt die Trommel für die Holzwirtschaft. Foto: Haus des Holzes

Der deutschen Holzwirtschaft geht es gut. Die Auslastung könnte nicht besser sein. Doch das muss nicht so bleiben. Lieferengpässe, der Krieg in der Ukraine und bedrohliche Preissteigerungen könnten der sonnendurchfluteten Lage zusetzen und dem Boom ein Ende bereiten.

Eine Vielzahl von Verbänden nutzte die großteils hervorragende Stimmung nun, einen lange geplanten Zusammenschluss umzusetzen: In Berlin eröffnete kürzlich das Haus des Holzes. Genauer gesagt entstand die „Haus des Holzes – Gesellschaft zur Förderung der Holzwirtschaft mbH“.

Office und Konferenzraum

Wir fragten Lars Schmidt, den Leiter dieses Hauses und Hauptgeschäftsführer und Generalssekretär des Vorstands des Deutschen Säge- und Holzindustrie Bundesverbandes nach den Beweggründen.

„Wissen bündeln – Synergien finden – Kooperationen fördern – das sind die Grundsätze, die wir im ‚Haus des Holzes‘ verwirklichen wollen. Die Prozesskette vom Wald und Rohstoff, über die Produktion bis hin zum Holzprodukt soll hier sichtbarer und erfahrbarer werden.“

Das Haus des Holzes ist eine Art Mehrzweck-Büro: Die Mitarbeiter:innen der Verbände können dort schnell mal einen Text abtippen, telefonieren oder auch Konferenzen abhalten. Lars Schmidt: „Mit dem Ort ist ein Zentrum des Austausches und ein optimaler Rahmen für das gemeinsame Arbeiten entstanden, von dem die Verbände, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und damit letztendlich die gesamte Branche profitieren werden“.

Folgende Verbände sind an Bord:

  • Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH)
  • Verband der Deutschen Möbelindustrie e.V. (VDM)
  • Arbeitsgemeinschaft Rohholz e.V. (AGR)
  • Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF)
  • Deutscher Holzfertigbau-Verband e.V. (DHV)
  • Deutscher Holzwirtschaftsrat e.V. (DHWR)
  • Hauptverband der Deutschen Holzindustrie und Kunststoffe verarbeitenden Industrie und verwandter Industrie- und Wirtschaftszweige e.V. (HDH)

Vielseitige Nutzungsmöglichkeiten

Eine Viertelstunde vom Bundestag entfernt und nur zehn Minuten vom Hauptbahnhof befindet sich dieses „Haus des Holzes“ an seiner zentralen Adresse in der Chausseestraße 99 mitten im politischen Berlin und in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Arbeitsplätze, Besprechungs- und Konferenzräume können gezielt angemietet werden.

Woodlaps für Besprechungen

Die Räume erstrecken sich über zwei Etagen auf rund 400 m2. Im Erdgeschoss findet sich mit dem ‚Woodlab I‘ ein Besprechungsraum für 18 Personen, im ersten Obergeschoss gibt es Arbeitsplätze für über 20 Personen an Schreibtischen und Fenstern sowie Privat-Space-Schreibtische. Dazu kommen mit dem ‚Woodlab II‘ und ‚III‘ Besprechungsräume für acht bzw. vier Personen. Dabei sind alle Bereiche mit moderner Technik für effizientes und unabhängiges Arbeiten ausgestattet.

Modernes Bürokonzept in Holz

Die Ausstattung lässt keinen Zweifel zu: Holz überzeugt in all seinen Facetten. „Wir haben für die Einrichtung und den Innenausbau auf die vielseitigen Materialien unserer Partner und Sponsoren zurückgegriffen. Aus dem Büro ist so auch eine Art Showroom geworden, in dem eine große Bandbreite an modernen und innovativen Lösungen des modernen Bauens und Wohnens mit Holz sichtbar wird“, erklärt Geschäftsführer Jan Kurth.

Stark nach innen und außen

„Vernetztes Arbeiten beginnt hier – das ist das Motto, unter dem wir einen Ort geschaffen haben, an dem künftig die Koordination der Themen und Handlungsfelder auf kürzestem Wege schnell und direkt erfolgen kann“, so Schmidt. „Nach außen trägt das ‚Haus des Holzes‘ gleichzeitig zu einer stärkeren und geschlossenen Wahrnehmung der gesamten Wertschöpfungskette der Holzwirtschaft, insbesondere im politischen Raum Berlins, bei“, ergänzt Kurth abschließend.

(hst)

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