Die Zunft ist männlich: Es gibt in der österreichischen Holzbaubranche so gut wie keine Frauen. Für die Wirtschaft sei das nachteilig, bekundeten deren Vertreter.


Die Wirtschaftskammer Wien hat herausgefunden, was Insidern seit langem klar gewesen sein muss: Der Frauenmangel in manchen Branchen wird zum wirtschaftlichen Poblem. In der Elektro- und Elektronikindustrie, Lebensmittelindustrie, Holzindustrie und im Holzbau gibt es keine einzige Unternehmerin.

Dies liege auch an der Ausbildung und an fehlendem Wissen. Die Kammer macht nun, gemeinsam mit der Industriellenvereinigung Wien und mit dem Automatiisreungsspezialisten Festo in einem Pilotprojekt SchülerInnen auf technische Berufe aufmerksam. 120 Wiener Volksschulen werden einbezogen, um den Kindern spielerisch - mit Experimentierboxen - Lust auf Technik zu machen. Dies soll die Berufswahl insbesondere von Mädchen später beeinflussen - und auch Frauen zur Gründung von technischen Unternehmungen anregen.

Während im Holzbau und in der Holzindustrie in Wien keine Frau im Chefsessel sitzt, haben andere, traditionell „weibliche Branchen“ diesbezüglich weniger Sorgen: Anteilsmäßig am meisten Unternehmerinnen gibt es bei den Kosmetikern und Fußpflegern (77 %) und bei den Friseuren (72 %). Technische Berufe wie Mechatroniker (2%), Baugewerbe (5 %) oder Ingenieurbüros (14 %) sind hingegen nach wie vor nur selten in Frauenhand.

Kommentar schreiben

Wir verwenden Cookies, um unsere Webseite benutzerfreundlicher zu gestalten. Wenn Sie diese Webseite nutzen, akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies.