newspic_keramik25.01.2011 – In Rheinland-Pfalz wird mit einem neuen Sportfunktionsgebäude ein einzigartiges Bauwerk entstehen. Als Baustoff dient ein Verbund aus Holz, Metall und Keramik. Umweltministerium und EU unterstützen das Projekt des werkstoffübergreifenden Experimentalbaus.

Holz, Metall und Keramik sind die Hauptbestandteile eines innovativen Materialverbunds, der nun in Herschbach im Westerwaldkreis, Rheinland-Pfalz, als Baustoff für ein neues Sportfunktionsgebäude zum Einsatz kommt. Architekt dieses außergewöhnlichen Bauprojekts ist Markus Holzbach.

Für die Tragstruktur, die Bodenaufbauten und Wandsysteme des Gebäudes wird Holz verwendet. Als Dämmmaterialien dienen holzfaser- oder cellulosebasierte Systeme. Für die Außenbekleidung, die Dachkonstruktion und die Fassade kommt der neuartige Keramik-Holz-Metall-Materialverbund zum Einsatz. Aufbauend auf einer Holztragkonstruktion wird eine Grünfassade realisiert, die größtenteils aus einer Keramik-Metall-Mischkonstruktion besteht und die als Reservoir für die Grünfassade mit ihren Bepflanzungen dient.
Die Transportemissionen werden durch regionale Zusammenarbeit sowie durch Einsatz regionaler Produkte und Materialien minimiert. Der Einsatz von Fotovoltaikelementen vervollständigt den ökologischen Ansatz. Begleitet wird das Bauvorhaben von der Fachhochschule Koblenz sowie von den regionalen Innovationsclustern für Keramik, Metall und Holz.

„Das künftige Gebäudes des 'HSV 1921' steht für weitere innovative Projekte und ist eine Chance für die gesamte Region“, ist Umweltstaatssekretärin Jacqueline Kraege überzeugt. Erkenntnisse aus der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem neuen Materialmix könnten nicht zuletzt der Holzbranche neue Marktchancen eröffnen.

Quelle: Europaticker

Bild: Markus Holzbach Architekten

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