newspic_holzbaupreis_klein03.06.2011 - Am Dienstag letzter Woche wurde der deutsche Holzbaupreis auf der Weltmesse LIGNA für Forst – und Holzwirtschaft in Hannover, von ”Holzbau Deutschland - Bund Deutscher Zimmermeister“, verliehen.
Insgesamt gingen bei der Jury, unter der Leitung des Architekten Professor Florian Nagler, 229 eingesandte Arbeiten ein. Aus diesen wählte das Preisgericht vier Preise sowie sieben Anerkennungen aus.

Die Preise im Überblick:


Bischöfliches Jugendamt, Mainz
Angela Fritsch Architekten, Darmstadt?
Würdigung der Jury: „Direkt angebaut an eine bestehende Kapelle bildet das bischöfliche Jugendamt die zentrale Stelle der Jugendarbeit des Bistums Mainz. Den Architekten ist es gelungen auf der Basis einer sehr einfachen Grundriss- und Organisationsstruktur wunderschöne Räume zu schaffen, die hinsichtlich Proportion, Lichtführung und Materialisierung überzeugen. Im Gebäudeinneren kommen die haptischen Qualitäten des Materials Holz sehr schön zur Geltung. Die Konstruktion verschwindet weitgehend hinter Verkleidungen aus Weißtanne, wodurch Räume von großer Gelassenheit und Klarheit entstehen.“

Ferienhaus am Scharmützelsee

Doris Schäffler Architektin, Berlin?
Würdigung der Jury: „Ein Wochenend- und Ferienhäuschen wünschte sich eine Berliner Familie am Scharmützelsee in Brandenburg. Die Jury zeichnete dieses Kleinod aufgrund des vielfältigen und sehr gelungenen Einsatzes des Materials Holz aus: Die Konstruktion in Holztafelbauweise, die natürlich verwitternde Lärchenholzhülle und vor allem der Innenausbau zeigen die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten des Baustoffs. Alle Oberflächen im Inneren – sogar in den Bädern – sind mit hellem Nadelholz bekleidet, in Nischen eingelassene Regale und andere Einbauten aus dem gleichen Material ergeben ein stimmiges Ganzes – und trotz der „Vollholz-Gestaltung“ erscheint das Haus sehr hell und leicht. Ein kleines aber feines Meisterwerk.“

Solar-Reihenhäuser in München?Ingo
Bucher-Beholz, Gaienhofen?Würdigung der Jury: „Die sechs mal vier modular geordneten Wohnhäuser stellen einen bemerkenswerten Beitrag zur Thematik des verdichteten Bauens in städtischem Kontext dar: Den Architekten gelingt eine interessante Neubewertung der etwas in Verruf geratenen Reihenhaus-Siedlungen. Immerhin noch in Reihe geordnet, nähern sich die Bauten dem Typus des Stadthauses durch differenziert gegliederte Volumen, die über drei Vollgeschosse reichen und äußerst flexible Grundrisse für junge Familien anbieten. Subtil gestaltete Außenräume fördern das öffentliche Leben außerhalb der Parzelle, lassen aber auch feine Übergänge zwischen gemeinschaftlichen und privaten Bereichen zu. Das urbane Erscheinungsbild der Häuser wird zusätzlich durch zwei intime Patios im dritten Geschoss wie auch die Bekleidung aus naturgrauen Schieferplatten geprägt.“

TES EnergyFacade
Technische Universität, München?
Würdigung der Jury: „TES EnergyFacade bündelt und strukturiert gezielt alle grundlegenden Voraussetzungen für eine energetische Sanierung mit vorgefertigten, großformatigen Holzrahmenelementen. Sie werden in Werkhallen präzise vorgefertigt und als selbsttragende Fassadenkonstruktion unter Integration von Haustechnik oder solaraktiven Komponenten innerhalb kurzer Zeit vor die alte Tragstruktur montiert.“


Bilder zu den Projekten finden Sie unter: deutscher-holzbaupreis

Quelle: Baunetz.de, bistummainz.de
Bild: deutscher-holzbaupreis.de

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