Diskussion mit Umweltminister Pröll – Angeregt diskutiert wurde kürzlich im Ludescher Gemeindezentrum, als sich Bundesminister Josef Pröll und Landesrat Erich Schwärzler mit Mitgliedern der vorarlberger holzbau_kunst an einen Tisch setzten.


Vorangegangen war der Diskussion eine Führung durch das mehrfach ausgezeichnete Ludescher Gemeindezentrum, welches als Holzbau-Vorzeige-Projekt international Furore macht. 7000 internationale FachbesucherInnen in drei Jahren sind ein klarer Beweis für die Qualität dieses „Hauses der Zukunft“.
Der Umweltminister zeigte sich beeindruckt von der nachhaltigen Bauweise, welche die Ökobilanz jedes einzelnen Baustoffes berücksichtigt. Der hohe Einsatz von heimischem Holz sicherte eine nachhaltige Wertschöpfung in der Region.

Rund ums Denkbrett, v.l.n.r.: Bauökologe Gebhard Bertsch, LR Erich Schwärzler, GF Dr. Matthias Ammann, BM Josef Pröll und ZM Wilfried Sutter
„Holzbau ist aktiver Klimaschutz“ - mit diesem Postulat eröffnete der Geschäftsführer der vorarlberger holzbau_kunst, Dr. Matthias Ammann, die  Diskussion.
Die anwesenden Spitzenvertreter des Waldverbandes, der Sägeindustrie und der Holzbaubetriebe  stiegen direkt in ihre Kernthemen ökologisches Bauen sowie gesundes Wohnen ein. Unter anderem regten die Vertreter der Forstwirtschaft an, dass die ausgezeichnete Ökobilanz des Holzbaus auch bei der Vergabe von Fördermitteln stärker berücksichtigt werden müsste. Es kam aber auch zur Sprache, dass die strengen Umweltauflagen für private Häuslebauer immer schwerer zu finanzieren seien. Es bestehe die Gefahr, dass Bauherren künftig auf die Wohnbauförderung verzichten und stattdessen ohne Rücksicht auf ökologische Folgen billigen Importbauweisen den Vorzug geben. Bauen müsse finanzierbar bleiben, war man sich mit dem  Bundesminister und Landesrat Schwärzler einig.
Handlungsbedarf orteten die Holzbaukunstmitglieder  auch im Bereich der Ausbildung. Sie forderten einerseits effizientere Strukturen an der Universität für Bodenkultur, mehr  Holzbau an den technischen Universitäten und mehr Anreize für die Lehre. Denn künftig könnte der Facharbeiter-Mangel auch im Bereich des Holzbaus und seiner Partner zum Problem werden.

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