Unternehmensmeldung

Bis zu zwei Wochen Anreise, eine Baustelle in der Einöde unter der sengenden Sonne Galiziens, eine aufwendige Beschaffung von Baumaterial, eine leistungsschwache Stromversorgung, dazu Sprachbarrieren zu den Gastgebern, eine eingeschränkte Versorgung und ein sehr geringes Budget.

Die Dachschalung wurde mit dem KMR D-Kopf-Gasnagler 3890 und den KMR Ringnutnägeln fixiert.

Die Sommerbaustelle des Schachtes Axt und Kelle war neben den örtlichen Gegebenheiten aber auch eine handwerkliche Herausforderung. Mit Enthusiasmus, handwerklichem Geschick und mit Unterstützung der Elektrowerkzeuge und Zimmereimaschinen von MAFELL, der Nagelgeräte von KMR und Tausenden von BeFIX Holzbauschrauben von BeA haben die 24 Handwerker in drei schweißtreibenden Arbeitswochen den Dachstuhl der Casa Queipo in Ernes mit einheimischem Holz aufgerichtet und für die Eindeckung mit Schieferplatten vorbereitet.

Ernes liegt in der Einöde und Hitze Galiziens, eine Stunde von der nächsten Kleinstadt Fonsagrada entfernt. Die wenig entwickelte Infrastruktur des Tals wurde durch den Bau eines Staudammes Mitte der 50er-Jahre fast komplett zerstört. Damals konnten die umliegenden Dörfer nur noch mit Booten erreicht werden. Viele Menschen verließen die Region. 1977 wurden Teile der Dörfer besetzt, um die einstürzenden Häuser vor dem Verfall zu retten. Mittlerweile führt eine Straße nach Ernes. Die Häuser sind von 20 Einwohnern wieder bewohnt und das wenige Land wird bewirtschaftet. Die Asociación Cultural Casa Queipo will mit dem Wiederaufbau des Gebäudes die Selbstverwaltung und Infrastruktur stärken und dort Werkstätten sowie Lager- und Seminarräume für die Einwohner Ernes und die 100 Menschen, die in der Umgebung leben, einrichten. Dort sollen beispielsweise Apfelsaft und Cidre für den Marktverkauf gelagert werden.

Das Gebäude wurde vermutlich vor 300 Jahren von einem Großgrundbesitzer im Schieferstein-Lehm-Verbund erbaut und landwirtschaftlich genutzt. Im Gebäude befanden sich unter einem Dach Backstube, Räucherkammer, Heulager, Ställe und Wohnräume. In den 50er- und 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde das Gebäude als Kirche und Pfarrhaus umgewidmet, aufgegeben und seither dem Verfall preisgegeben. Die Wandergesellen fanden eine Ruine vor: mit Resten von Fußböden, ohne Fenster und einem undichten Dach.

Das L-förmige Gebäude mit einer Grundfläche von 200 m² und einer Dachfläche von 270 m² wurde in der Vergangenheit mehrfach erweitert. Das alte Hauptdach mit Krüppelwalm und das Anbaudach mit Giebel, der jetzt durch verzierte Flugsparren in Szene gesetzt wird, lebt durch einen Pfettendachstuhl neu auf. Verbunden sind die Dachseiten mit einem Grat- und Kehlsparren sowie einem Verfallgrat. Krumme Hölzer wurden als Binder und Unterzüge eingebaut, damit der Dachboden möglichst aufrecht begehbar ist.

Wegen der geringen finanziellen Mittel wurden bereits im Januar 8 m³ Konstruktionshölzer in den gemeinschaftlich genutzten Wäldern in der Umgebung von Ernes selbst geschlagen, mit der Kettensäge aufgetrennt und besäumt.  Etwa 100 nasse und schwere Hölzer aus Esskastanie wurden einzeln mit Geländewagen und Traktoren zur Baustelle transportiert.

Die Hölzer wurden mit dem MAFELL Zimmerei-Hobel ZH 205 Ec winklig und gerade auf Maß gehobelt: 16 x 12 cm die Sparren und 18 x 14 cm die Pfetten.  Der Hobel zeichnete sich durch seine leichte und einfache Handhabung aus. Das ermöglichte gleichmäßiges und leichtes Arbeiten.

Nun ging es daran, die Schwellen auszuarbeiten und auszurichten. Die einzelnen Schwellenhölzer erhielten ein liegendes Blatt, in den Ecken ein französisches Druckblatt und am Giebel links und rechts eine Schwalbenschwanzverbindung. Sehr hilfreich war dabei die Kappschienen-Säge KSS 60 18M bl von MAFELL, die mit dem Akkuantrieb den leistungsschwachen Baustellenstrom nicht noch zusätzlich belastete.

Auf die ausnivellierte Schwelle wurden im Anbaudach die krummen Binder und Unterzüge gestellt.  Wegen der Form und der Masse waren dazu 15 Handwerker zum Richten und Abschwerten notwendig.

Im nächsten Arbeitsschritt wurden Stiele mit Loch-Zapfen-Verbindung unten zur Giebelschwelle, zu den Unterzügen und zum Binder hin ausgearbeitet. Oben wurde eine Abblattung angefertigt, auf der die Firstpfette aufliegt. Die dreiteilige Firstpfette im Anbaudach misst in der Länge 17 m und die Höhe von der Schwellenoberkante beträgt 2,80 m. Die drei Teile sind durch stehende Blätter verbunden, welche noch zusätzlich mit M16-Gewindestangen fixiert sind. Die Löcher dafür wurden mit dem Akku-Bohrschrauber A18 M bl und der Bohrstation BST 320 S von MAFELL hergestellt. Die Bohrstation ermöglichte die genaue Führung und das exakte Eintauchen.

Nun galt es, den First zu richten und die Sparren abzubinden. Da die Sparren nicht alle den gleichen Querschnitt aufwiesen und nicht exakt gerade verliefen, wurde jeder einzeln mit der Akku-Kappschienen-Säge KSS 50 18M bl abgebunden. Mit dem Akku-Bohrschrauber A18 M bl und der Bohrstation BST 320 S wurden die Löcher für die Sparrennägel gebohrt. Mithilfe der abgebundenen Sparren wurde beim Hauptdach die exakte Position des Firsts bestimmt und dieser gerichtet.

Dabei wurden auch die Mittelpfetten eingezogen, damit sich die Spannweite der Sparren verringerte. Nach dem Richten der zwei Firste begann der Handabbund der Gratsparren und Kehlsparren und des Verfallgrats – welche Seltenheit in der modernen Zimmerei. Dabei wurde die Zimmerei-Kettensäge ZSX Ec/260 HM von MAFELL benutzt. Die Zimmerer beeindruckte, wie mit einer Kettensäge in dieser Größe so präzise zu arbeiten ist. Abschließend wurden noch die Schifter und Doppelschifter abgebunden.

Die Hölzer wurden kraftschlüssig mit zugelassenen BeFIX Holzbauschrauben mit Senkkopf von BeA verbunden. Die BeFIX Holzbauschrauben mit der konischen Bitspitze lassen sich mit den passenden BeA Bits exakt einschrauben. Dies garantiert die optimale Kraftübertragung und geringen Verschleiß. Die Schraubspitze ermöglicht das von Handwerkern so geschätzte zupackende, schnelle Anbeißen der Schraube. Die spezielle Gewindeform und die Gleitbeschichtung ermöglichen ein schnelleres Einschrauben. Die in der Schraubenmitte ausgeformte BeFIX Reibfläche erleichtert den Eintrieb des Schraubschaftes und die Fräsrippen am Senkkopf das oberflächenbündige Versenken der Schraube.

Neben den Verschraubungen von Pfetten und Sparren wurden die BeFIX Holzbauschrauben in den Größen 8 x 140 mm bis 8 x 280 mm auch für die Verschraubung von Stielen und Firstpfette und die Befestigung von Zierelementen am Dachstuhl verwendet. Zudem wurde mit den Schrauben der Dimensionen 5 x 50 mm bis 6 x 120 mm Böcke, provisorische Bautreppen und -böden, die Kücheneinrichtung, Bänke, Tische, Regale und die sanitären Einrichtungen gebaut.

Verschalt wurde die Dachkonstruktion mit einseitig gehobelten Schalungsbrettern aus Esskastanie, die mit der Kappschienen-Säge KSS 50 18M bl von MAFELL auf Länge geschnitten wurden. Die 270 m² Schalung wurden mit dem D-Kopf-Gasnagler 3890 von KMR mit magazinierten Ringnutnägeln 2,8 x 64 mm befestigt. Aufgrund der unzureichenden Stromversorgung war der Gasnagler ideal. Für den Betrieb werden lediglich ein kompakter Akku im Griff und eine Gaskartusche benötigt. Mit der Gaskartusche können bis zu 1.100 Nägel gesetzt werden. Das geringe Gewicht (3,4 kg) und die sehr gute Gewichtsbalance des KMR D-Kopf-Gasnagler 3890 erleichterten das Arbeiten auf dem Dach. Abschließend wurde das Dach fachgerecht abgeplant.

Über die Joh. Friedrich Behrens AG
Die Joh. Friedrich Behrens AG ist mit den Marken BeA und KMR einer der europaweit marktführenden Hersteller von Befestigungstechnik für Holz und holzähnlichen Werkstoffen. Die seit über 100 Jahren bestehende Behrens Gruppe vertreibt über einen weltweiten Verbund von Tochter- und Beteiligungsunternehmen in Deutschland entwickelte und produzierte Werkzeugmaschinen (druckluft- und gasbetriebene Nagel- und Klammergeräte) sowie entsprechende Befestigungsmittel (magazinierte Nägel, Klammern und Schrauben). Die Produkte zeichnen sich durch innovative Technologien, höchste Qualitätsstandards und moderne Fertigungsmethoden aus. 

https://behrens.ag/

Über MAFELL
Das 1899 gegründete Familienunternehmen ist Premiumhersteller für handgeführte Maschinen und Elektrowerkzeuge zur professionellen Holzbearbeitung insbesondere für das Zimmerei- und Schreinerhandwerk. Mit anerkannter Werkstoff- und Technologiekompetenz und gelebtem Qualitätsbewusstsein stellt MAFELL Produkte her, die den Anwender durch innovative Lösungen, Leistung, Präzision und Langlebigkeit überzeugen. 300 hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter produzieren ausschließlich am Standort Oberndorf/Neckar in einer für die Branche ungewöhnlich hohen Fertigungstiefe.

https://www.mafell.de/

Hinweis: Die Meldung wurde von dem genannten Unternehmen verfasst. Das holzmagazin übernimmt für die Richtigkeit und Aktualität der Inhalte keine Haftung.
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