Unternehmensmeldung

MAFELL unterstützt mit Elektrowerkzeugen Sommerbaustelle auf Karlshof in Templin

Bild: Mafell

Das Sommertreffen wird beim Schacht Axt und Kelle seit Jahrzehnten gepflegt – auch in Zeiten von Corona. In diesem Jahr haben 30 Gesellinnen und Gesellen mit ihrem Wissen und ihrer Hände Arbeit für Kost und Logis ein Projekt in der Uckermark unterstützt. MAFELL stellt hierzu seit vielen Jahren für die Dauer der Sommerbaustelle Elektrowerkzeuge zur Verfügung. Unter sengender Hitze und begleitet von Abstands- und Hygieneregeln stand die Sanierung des Karlshofs in Templin an. Es wurden in vier Wochen das nahezu verfallene Quergebäude komplett saniert, Dach, Fenster und Scheunentore erneuert und das Dach des Gutshauses energetisch saniert.

Im Mittelpunkt der Arbeit des gemeinnützigen Vereins steht die Entwicklung von gesellschaftlichen Perspektiven im ländlichen Raum. Der Verein möchte die Eigeninitiative der Menschen zum Beispiel durch die Verbindung von Landwirtschaft und gesellschaftlicher Bildungsarbeit fördern. Bei seinen Aktivitäten orientiert sich der Verein am Leitbild einer nachhaltigen Lebensweise.

Der Karlshof bietet als Vereinssitz dafür zahlreiche Möglichkeiten. Mitglieder und Gäste können beispielsweise etwas über ökologische und artgerechte Landwirtschaft lernen oder Seminare und Workshops zu nachhaltigem Bauen besuchen.

Quergebäude komplett saniert: Mauern, Dach und Fenster

Das 10 m x 13 m große Quergebäude in der Mitte des Hofes wurde in einer Komplettsanierung wiederbelebt, indem zuerst marode Teile der Dachflächen und Wände abgetragen wurden. Um die vormalige Höhe von 5 m wieder zu erreichen und ein gutes Auflager für das neue Dach herzustellen, wurden die nun fehlenden Wandteile durch neue Ständerwerke ersetzt. Diese wurden mit der Kappschienen-Säge KSS 80 Ec / 370 von MAFELL abgebunden.

Eine besondere Herausforderung beim Bau des neuen 11 m x 14 m großen Daches waren die unterschiedlichen Dachneigungen auf Vorder- und Rückseite des Gebäudes. Die neuen Sparren und Pfetten wurden mit den Handkreissägen K 85 Ec und MKS 185 Ec abgebunden. Mit der Oberfräse LO 65 Ec wurden die Nuten für die Sparrenstellbretter gefräst.

Der große Raum in der vorderen Gebäudehälfte soll zukünftig als Gemeinschafts- und Veranstaltungsraum genutzt werden. Dort baute ein Team ein Ständerwerk-Festverglasungs-Portal an der Giebelseite. In dieses ist eine aufgearbeitete Tür integriert.

Das neue Ständerwerk der dem Hof zugewandten Wand wurde mit einer Boden-Deckel-Schalung nach außen geschlossen. Diese wurde gestalterisch mit diagonalen Elementen unter Berücksichtigung des konstruktiven Holzschutzes geplant und gebaut. Die Schalungsbretter wurden zum Teil mit der Kappschienensäge KSS 50 cc abgelängt und mit dem Akkuschrauber A10 M befestigt. Abschließend wurde, nachdem alle Spenglerarbeiten abgeschlossen waren, mit Trapezblechen die neue Dachhaut ausgebildet.

In das Ständerwerk auf der Vorderseite des Gebäudes wurden die vor Ort gefertigten Fenster eingebaut und verleistet. Die Holzrahmeneckverbindung der Fenster wurde mit der Erika 85 ec erstellt.

Energetische Sanierung des Dachstuhls von 1848

Beim Gutshaus (24 m x 9 m) wurde der 1848 aufgeschlagene Dachstuhl komplett neu ertüchtigt. Auf die vorbereitenden Maßnahmen wie Entrümpelungen und Planen der statischen Lasten folgte die Freilegung des kompletten Dachgerippes: Ein zweifacher, um 37° geneigter Pfettendachstuhl, bei dem die Kehlbalken im Sparrengebinde die Auflagerpunkte auf den Mittelpfetten bildeten.

Die Kehlbalken wurden ersetzt und auf zwei neue Mittelpfettenstränge mit Schrauben der Größe 8 x 280 mm kraftschlüssig verbunden. Diese wurden mit dem Akku-Bohrschrauber A18 M bl eingedreht. Beim Abbund der neuen und individuellen 8/20er KVH-Sparren und 4/20er KVH-Kehlbalken überzeugten die Handkreissäge K 85 Ec und die Präzisionsstichsäge P1 cc durch einfache Handhabung und Präzision.

Auf der nach Süden ausgerichteten Längsseite des Hauses drückten die Sparren auf 8 m Länge in die Mauerkrone im Hauptdach und die oberen drei Reihen der Ziegel wurden um bis zu 15 cm nach außen verschoben, um ein Vordach darauf zu erstellen.

Das Erneuern des Walmdaches auf der nach Osten ausgerichteten Giebelseite des Gebäudes wurde mit viel Fleiß und noch mehr Schnur fertiggebracht. Hierfür wurde die Handkreissäge MKS 185 Ec für das Abbinden der zwei Gratsparren verwendet. 35 mm starke Holzfaserdämmplatten wurden direkt auf die Sparren gelegt, mit den Konterlatten fixiert und eine Konterlattung angebracht. Traufbleche, Kamineinfassungen, Regenrinne und ein Kehlblech im Dachbruch wurden von den Spenglern gekonnt erstellt und hielten dem ersten Regen stand.

Über den Schacht Axt und Kelle

Der Schacht Axt und Kelle hat sich 1982 als Alternative zu den traditionellen Männerschächten (Gesellenvereinigungen) gegründet, um Frauen die Wanderschaft in einer Gesellenvereinigung zu ermöglichen, sich während der Wanderschaft in Kluft politisch aktiv zu zeigen und im Kollektiv ohne Meister Baustellen anzugehen. Außerdem ist es den Mitgliedern erlaubt, anders als in anderen Schächten, selbstbestimmt und in Gruppen zu wandern. Die Reisezeit beträgt zwei oder drei Jahre und einen Tag. Die Mitglieder tragen im Gegensatz zu den traditionellen Schächten keine Ehrbarkeit (Schlips), sondern einen Ohrring mit dem Schachtsymbol: Axt und Kelle vor aufgehender Sonne. Der Schacht ist offen für Handwerkerinnen und Handwerker der unterschiedlichsten Gewerke. Die meisten schließen sich aus dem Bauhauptgewerbe an. Beim Sommergesellentreffen wird für Kost und Logis ein gemeinnütziges Projekt unterstützt.

Über MAFELL

Das 1899 gegründete Familienunternehmen ist Premiumhersteller für handgeführte Maschinen und Elektrowerkzeuge zur professionellen Holzbearbeitung insbesondere für das Zimmerei- und Schreinerhandwerk. Mit anerkannter Werkstoff- und Technologiekompetenz und gelebtem Qualitätsbewusstsein stellt MAFELL Produkte her, die den Anwender durch innovative Lösungen, Leistung, Präzision und Langlebigkeit überzeugen. 300 hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter produzieren ausschließlich am Standort Oberndorf/Neckar in einer für die Branche ungewöhnlich hohen Fertigungstiefe.
www.mafell.de

Hinweis: Die Meldung wurde von dem genannten Unternehmen verfasst. Das holzmagazin übernimmt für die Richtigkeit und Aktualität der Inhalte keine Haftung.
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