Special IHF2019 Innsbruck

Ein Stelldichein der „Holzköpfe“ in Innsbruck: Die Holzbau-Experten treffen einander beim „Forum Holzbau International“, um die Trends der Branche ausuloten. Ihr „holzmagazin“ ist dabei und berichtet laufend. Bleiben Sie dran - wir berichten live!

Großes Interesse schon beim Auftakt des Internationalen Holzbau-Forums in Innsbruck. Foto: Starmühler
Großes Interesse schon beim Auftakt des Internationalen Holzbau-Forums in Innsbruck. Foto: Starmühler

Schon am ersten Vormittag füllten sich die Hallen im Innsbrucker Congress. Die gute Stimmung im Holzbau war sozusagen zuim Greifen. Doch einer der ersten Vortragenden in Innsbruck, Jan-Egbert Sturm von der Konjunkturforschungsstelle an der ETH Zürich, streute ein paar Brösel Sand ins lustige Getriebe. Er zeigte, dass die welt-wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nur bedingt zur Euphorie Anlass geben. Nach 2008 stieg der Welthandel im Durchschnitt um 2,2 Prozent pro Jahr an. Gut, aber nicht mehr die Durchschnittsrate aus den Jahrzehnten davor: Da waren es 6 % Handelswachstum per anno.

Beruhigung statt Aufschwung
ifh 2019 Jan Egbert Sturm
Jan-Egbert Sturm ordnete die (Holz-)Bauwirtschaft ins Weltgeschehen ein. Foto: Starmühler

Jan-Egbert Sturm skizzierte einige Indikatoren und Indices, die zeigten, dass „nach der Aufschwungphase der vergangenen zehn Jahre nunmehr eine Beruhigungsphase“ eingetreten ist. Weltwirtschaft, europäische Ökonomie und die europäische Bauwirtschaft fallen höchstwahrscheinlich nicht in eine Rezession zurück, aber die ganz fetten Jahre scheinen langsam vorbeizugehen.

Die Sorgen, die die Baufirmen haben, änderten sich: Während nach 2008 vor allem die zu geringe Nachfrage die Hauptsorge der Unternehmer war, so ist es jetzt der Mangel an Fachpersonal. „Ich wage zu behaupten, dass wir hier ein strukturelles Problem haben“ sagte Sturm. Man werde den Fachkräftemangel wohl noch einige Jahre zu bewältigen haben.

(hst)

 

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