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Reinhard Kropf, Grazer, Architekt, werkt vozugsweise in Norwegen. Sein Finanzpark in Stavanger ist ein Vorzeigeprojekt – weshalb es auch in Innsbruck vorgezeigt wurde.

Reinhard Kropf, der Architekt, überzeugte mit einer Bankzentrale aus Holz. Foto: Starmühler
Reinhard Kropf, der Architekt, überzeugte mit einer Bankzentrale aus Holz. Foto: Starmühler

Es ist ein beeindruckender Dreispitz, den Reinhard Kropf, Architekt bei Helen & Hard, in Norwegen, errichten ließ. Eine große Bank hatte ihren Stammsitz ausgelobt. Um den Auftrag in Holz zu ergattern, war viel Überzeugungsarbeit inklusive Besprechungen, Präsentationen und Reisen notwendig.

Der beeindruckende „Dreispitz“ der SpareBank in Stavanger. c: SpareBank
Der beeindruckende „Dreispitz“ der SpareBank Stavanger. c: SpareBank

Auch der Vergleich mit anderen Bauweisen musste erst noch für sich entschieden werden. Günstig, dass die Berechnungen durch externe Experten ergab, dass der Stahlbeton nur um 1,4 Prozent teurer gekommen wäre. Doch erst als der Bankchef in ein gebautes Mockup aus Holz eintreten konnte, war das Match gewonnen.

Tricky Treppe aus Schichtholz
Es ist ein Skellettbau geworden mit einer doppelten Zangenkonstruktion aus Brettschichtholz. Brettsperrholz domiert dann die Decken. 

SpareBank Stavanger

Eine der größten Holztreppen der Welt

Hermann Blumer als Berater entwickelte für die großen Knotenverbindungen sichtbare Holzdübel - ein Blickfang für die Nutzer und die BesucherInnen. Der sogar mittels Lichtbändern ins rechte Licht gesetzt wird.

Die doppelkrumme Holztreppe musste übrigens in zwei Stücken montiert werden – anders wäre es wegen der enormen Ausmaße nicht gegangen. Erreicht wurde ein Hingucker besonderer Art. Man möchte gar nichtr mehr aufhören die Treppe zu benutzen ...

Reinhard Kropf, der Architekt, zog selbst in die von ihm geplante Gemeinschaft (im Hintergrund abgebildet) ein. Foto: Starmühler
Reinhard Kropf, der Architekt, zog selbst in die von ihm geplante
Gemeinschaft ein (im Hintergrund abgebildet). Foto: Starmühler

Sharing Ökonomy
„Gaining by sharing“ macht Räume erschwinglich, sagte sich Reinhard Kropf und präsentierte am Holzbau Forum in Innsbruck ein zweites Projekt aus Norwegen. 54 Wohnungen in abgestuften rundum führenden Häusern. 40 „Co-living“-Wohnungen, vier „town-houses“ und zehn Wohnungen. Es wurden 22 in einem Raster angeordnete drei- bis sechsgeschossigen Baukörper errichtet. Über den Innenhof erreicht man die Gemeinschaftsräume (Bibliothek, Werkstatt, Partyraum, Küche, u.a.). Ökonomisch und ökologisch sollten die Häuser und Wohnungen werden – der Weg dorthin führt über Miniwohnungen: 25-52 Quadratmeter sind es, der Rest der Fläche wird geteilt. 

Scheidungs-Wohnung inklusive
Auch eine „Scheidungswohnung“ gibt es auf Wunsch eines Pärchens. Dort sind die Kinderzimmer mittig zwischen die beiden Wohnungen der getrennten Eltern gelegt worden. So können die Eltern die wöchentlich wechselnde Beaufsichtigung unkompliziert und diskret regeln. Unbekannt ist, ob sich die Eltern vor oder während der Partizipationsphase getrennt haben, in der die Häuser gemeinschaftlich geplant worden waren. Was erfahrungsgemäß ein herausfordernder Prozess sein kann.

(hst)

 

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